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Ein Blödsinn mit lebenslangen Folgen

Wegen einer Dummheit wird ein früherer Angestellter der Bieler Kehrichtabfuhr wohl den Rest seines Arbeitslebens büssen müssen. In einem Brief an den Baudirektor bat er vergeblich um eine zweite Chance in Biel.

Martin P. beim Bieler Bahnhof: Er bereut seine Taten zutiefst. Ihm ist es peinlich, dem Sozialamt auf der Tasche liegen
(bjg) Die Worte in dem Brief könnten einen Stein erweichen. «Jeder Mensch hat eine zweite Chance verdient im Leben», schreibt Martin P.* im Juni dieses Jahres, «wenn er dafür gebüsst hat und seine Schuld einsieht.» Den Brief schickt er an Biels Baudirektor Hubert Klopfenstein. Flehentlich bittet er darum, ihm doch wieder eine Anstellung bei der städtischen Kehrichtabfuhr zu geben. Alles würde er machen, auch wischen. Nur um wieder arbeiten zu dürfen.

Es regnet in Strömen an diesem Montagmorgen. Martin P., 50, sitzt auf der Terrasse im Café Brésil beim Bieler Bahnhof und macht ein besorgtes Gesicht. Er habe unzählige Bewerbungen geschrieben. Doch weder Bern, Thun, Langenthal, Lengnau oder Grenchen wollten ihn als Kehrichtmann anstellen. Der Grund liegt auf der Hand: Ein Gerichtsverfahren ist nicht die beste Referenz. «Wenn ich diesen Mist doch nicht gemacht hätte», sagt er und schlägt die Augen nieder. Die Reue steht ihm ins Gesicht geschrieben. Wie schon im März 2008, als er in einem Artikel des BT sagte: «Ich bedaure sehr, diesen Blödsinn gemacht zu haben.»

Ausführlicher Bericht im BT vom Donenrstag, 2. September, auf Seite 8 - sowie im E-Paper
Stichwörter: Kehrichtabfuhr

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