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Ehemalige ETA-Chefbuchhalterin zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt

Das Amtsgericht Solothurn-Lebern hat die ehemalige Chefbuchhalterin der Uhrenfabrik ETA Grenchen zu vier Jahren Gefängnis unbedingt verurteilt. Zudem muss sie die veruntreuten 4,765 Millionen Franken plus 5 Prozent Zins zurückzahlen und die Gerichtskosten berappen.

  • 1/4 ETA-Grenchen, Bilder: BT/a
  • 2/4 ETA-Grenchen, Bilder: BT/a
  • 3/4 ETA-Grenchen, Bilder: BT/a
  • 4/4 ETA-Grenchen, Bilder: BT/a
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(sda) Von den veruntreuten 4,765&nbsp;Millionen Franken wurden 778'300&nbsp;Franken bereits vor Prozessbeginn am Montag zurückbezahlt, wie das Amtsgericht Solothurn-Lebern am Montag in einer Mitteilung festhielt. Dies sei im gegenseitigen Einverständnis passiert. <br><br>Zusätzlich zur Rückzahlung muss die ehemalige Chefbuchhalterin der Uhrenfirma 147'770&nbsp;Franken Schadenersatz zahlen sowie die Gerichtskosten von 26'660&nbsp;Franken berappen. Das Gericht brummte ihr zudem eine Busse von 2200&nbsp;Franken auf, zu 10 Tagessätzen von je 220&nbsp;Franken. <br><br>Das Amtsgericht hat die Frau in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen. Sowohl des gewerbsmässigen Betrugs, wie auch der mehrfachen Urkundenfälschung und der gewerbsmässigen Geldwäscherei. <br><br>Der zuständige Staatsanwalt Rolf von Felten zeigte sich deshalb zufrieden mit dem Urteil. Dieses habe eine «gute Signalwirkung». Der Staatsanwalt hatte fünfeinhalb Jahre Gefängnis unbedingt gefordert. Die Verteidigung plädierte auf 24&nbsp;Monate bedingt. <br><br><span style="font-weight: bold;">Verteidigung zieht Urteil weiter </span><br>»Man werde gegen das Urteil appellieren», sagte der Anwalt der ehemaligen Chefbuchhalterin gegenüber dem Solothurner Lokalradio «Radio&nbsp;32». Nach Erhalt der schriftlichen Urteilsbegründung hat die Verteidigung 10 Tage Zeit, Rekurs einzulegen. <br><br>Die ehemalige Chefbuchhalterin der Uhrenfirma ETA hatte bis zur Festnahme im Oktober 2006 insgesamt 4,8&nbsp;Millionen Franken in die eigene Tasche gewirtschaftet. Die Frau begründete das Vergehen vor Gericht mit ihrer Spielsucht. Sie habe 1,5&nbsp;Millionen Franken in Casinos verzockt. <br><br>

Stichwörter: Millionen veruntreut

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