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Die subjektive Sicherheit hat sich in Biel verbessert

Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bieler Bevölkerung hat sich in den vergangenen Jahren verbessert und zwar stärker als im Schnitt des Kantons.

Die subjektive Sicherheit hat sich in Biel verbessert, Symbolbild: bt/a
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Nachdem bereits die vor rund 11 Monaten veröffentlichten objektiven Sicherheitszahlen zeigten, dass das Bieler Sicherheitsschiff in ruhigeres Gewässer segelt, wendet sich das Blatt nun auch bei den subjektiven Werten in dieselbe Richtung, heisst es in der Medienmitteilung.

Die Kantonspolizei hat im Jahr 2015 eine weitere Studie zum Sicherheitsgefühl und den Opfererfahrungen der Bevölkerung in Biel durchführen lassen. Die letzte solche Studie datiert aus dem Jahr 2011. Dank der neuen Studie sind nun Aussagen über die Entwicklung möglich. Die Resultate der aktuellen Studie zeigen, dass die Bieler Bevölkerung mit der Arbeit der Kantonspolizei nach wie vor zufrieden ist. Das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung nach Einbruch der Dunkelheit hat sich in den vergangenen Jahren verbessert und zwar stärker als im Kanton und der Schweiz.

Dennoch ist der Anteil der Befragten, welche sich nachts alleine auf den Strassen unsicher fühlen, bedingt durch die Zentrumsfunktion Biels noch höher als im Durchschnitt, heisst es weiter. Die Ergebnisse der Sicherheitsdiagnose bilden eine wertvolle Grundlage für die vom Gemeinderat vorgesehene Überarbeitung des Sicherheitskonzepts. Die verantwortlichen Stellen der Stadt werden gemeinsam mit der Kantonspolizei Massnahmen zur Verbesserung der objektiven Sicherheit und des subjektiven Sicherheitsempfindens ausarbeiten.

Wahrnehmung der Polizeiarbeit in Biel (Die Beurteilung Qualität der Polizeiarbeit erfolgte 2015 in einem ähnlichen Rahmen wie 2011)
81.5% der befragten Bielerinnen und Bieler bringen der Polizei grundsätzlich Vertrauen entgegen. Diese Zahl liegt zwar leicht unter dem Schnitt des Kantons Bern (88.4%), hat sich aber deutlich verbessert: 2011 vertrauten 71.3% der befragten Bevölkerung der Polizei in Biel. 83.8 % sind zudem der Meinung, dass die Polizeiarbeit gleich geblieben oder besser geworden ist. 2011 war dieser Wert leicht darunter gelegen. Im Bereich des ruhenden Verkehrs sind 87,6% der Befragten der Meinung, dass genügend Kontrollen durchgeführt werden. Im Jahr 2011 waren es 82.7%. Die Anzahl Geschwindigkeitskontrollen wird von 71.6% der Befragten als genügend erachtet, 2011 waren es 59.3%.

Subjektives Sicherheitsgefühl

Sicherheitsgefühl nachts im öffentlichen Raum
Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung hat sich laut den Ergebnissen der Sicherheitsbefragung in den vergangenen fünf Jahren verbessert und zwar stärker als im übrigen Kanton. Trotzdem erweist sich das Sicherheitsgefühl der Bieler Bevölkerung als deutlich schlechter als im übrigen Kanton, wo sich der Anteil der sich häufiger unsicher fühlenden Personen von 17.5% auf 17.2% reduziert. Im Jahr 2011 gaben 31.1% der Befragten an, sich nachts auf den Bieler Strassen häufiger unsicher zu fühlen, 2015 waren es 30.1% (-3%). Der Anteil der Befragten, die sich an Dingen auf der Strasse stossen, stieg von 21.4 auf 26.6 % leicht an. Von den Personen, die die entsprechende Frage mit ja beantworteten, wurden folgende Ereignisse genannt:



Sicherheitsgefühl an Sportveranstaltungen
Anlässlich von Sportveranstaltungen fühlten sich im Jahr 2011 in Biel 75.1% der Befragten sicher oder sehr sicher und im Jahr 2015 sind es erfreuliche 95.8%. Damit liegt der Wert deutlich über dem kantonalen und dem gesamtschweizerischen Ergebnis.


Subjektive Opfererfahrung in Biel im Vergleich zur objektiven Kriminalstatistik

Diebstahl Fahrräder:
Die Anzahl gestohlene Velos in der Stadt Biel ist mit 762 pro Jahr in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das vergangene seit 2011 (768) praktisch gleich geblieben. Über 60% der Fahrräder werden im Umkreis des Wohnorts der geschädigten Person gestohlen. Die Resultate der Opferbefragung bestätigen die Entwicklung der Zahlen der "Polizeilichen Kriminal-Statistik" (PKS).

Einbruch und versuchter Einbruch
Seit 2011 sind die Einbrüche in Biel laut PKS von 566 auf 436 gesunken (-23%). Dieser Abwärtstrend ist nicht zuletzt auf umfangreiche Massnahmen sowohl im präventiven Bereich als auch bei der konsequenten Strafverfolgung zurück zu führen, heisst es in der Medienmitteilung weiter. Da nach entsprechenden Erfahrungen in den vergangenen fünf Jahren gefragt wurde (Fünfjahresprävalenz), wiederspiegeln die Zahlen der Sicherheitsbefragung diesen Trend nicht ganz.

Raub
Die Anzahl Raubdelikte hat seit 2011 in Biel von 45 auf 56 zugenommen (+24%), wobei nach einem Höhepunkt im Jahr 2013 seither wieder eine Abnahme zu verzeichnen war. Die Opferbefragung weist eine Zunahme von 12.5% auf. Während in der gesamten Schweiz ebenfalls eine Zunahme zu verzeichnen ist, sind die Zahlen im Kanton deutlich rückläufig.

Sexuelle Übergriffe
Die Anzahl Sexualdelikte in der Stadt Biel verweilt gemäss der PKS in den vergangenen Jahren auf demselben Niveau von ca. 45 Fällen pro Jahr. Dem stehen die Ergebnisse der Opferbefragung gegenüber, welche eine deutliche Zunahme von knapp 43% ergeben hat. Dabei gilt es aber zu beachten, dass die Fragestellung deutlich breiter gefasst wurde und auch Vorfälle abgefragt wurden, welche nicht in der PKS erfasst werden.

Tätlichkeiten/Drohungen
Die in der PKS für die Stadt Biel pro Jahr ausgewiesene Anzahl Fälle ist seit 2011 um 18% zurückgegangen (von 318 auf 261). Laut Opferbefragung gaben 2011 11.4% an, in den vergangenen fünf Jahren entsprechende Erfahrungen gemacht zu haben, 2015 waren es 11.9% Die Tendenz im Kanton hingegen ist rückläufig.

Taschen- und Trickdiebstahl
Diese haben gemäss der PKS seit 2011 um 10% abgenommen (von 595 auf 535). Die Ergebnisse der Opferbefragung bestätigen diese Tendenz, welche auch für den Kanton zutrifft. mt
 

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