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In die Schule auf Umwegen

Heute ist Schulbeginn in Biel. Für viele Kinder ist der Schulweg jedochlänger als bis zum nächsten Schulhaus. Das sorgt bei den Eltern fürGesprächsstoff.

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ms. Warum besuchen in Biel nicht alle Kinder die nächstgelegene Schule oder den Kindergarten im Quartier? Diese Frage beschäftigt jedes Jahr wieder zahlreiche Eltern. «Es gibt keinen Anspruch auf ein bestimmtes Schulhaus», sagt Schulleiterin Doris Fankhauser, Koordinatorin für den Schulkreis Madretsch. In dieser Funktion musste sie auch in diesem Frühjahr wieder die Kinder der Quartiere Madretsch, Linde, Mösli und Mühlefeld auf die Bieler Schulhäuser verteilen.<br><br>Weil die Standorte der Schulhäuser und die Zahl der Klassenzimmer vorgegeben sind, sind die Schüler Manövriermasse, um den Ausgleich zu bewerkstelligen. Wenn immer möglich versuche man aber bei der Zuteilung, die Wünsche der Eltern zu berücksichtigen, sagt Doris Fankhauser. Nicht immer sei dies möglich.<br><br><span style="font-weight: bold;">Schulbus und Gratisabo</span><br><br>In diesem Schuljahr müssen 66 deutsch- und 60 französischsprachige (15 respektive 17 Prozent) Kindergärteler einen längeren Weg in Kauf nehmen: Sie werden mit dem Schulbus transportiert; auf Primarstufe dagegen bezahlt die Stadt ab einer gewissen Länge des Schulwegs das Busabo.<br><br>Im Gespräch mit den Eltern könnten die meisten Konflikte gelöst werden, sagt Peter Walther, Vorsteher der Abteilung Schule und Sport. Tatsächlich sei die Zahl der Rekurse von Eltern beim Schulinspektorat jedes Jahr nur «im einstelligen Bereich».<br><br><span style="font-weight: bold;">Keine Ausländerquoten</span><br><br>Schon seit Jahren kein Kriterium mehr bei der Zuteilung der Kinder auf die Schulhäuser ist laut Peter Walter die Sprachzugehörigkeit. Anders gesagt: Es werden keine Kinder in weiter entfernte Schulhäuser umgeteilt, nur um den Anteil der Ausländer auszugleichen.<br><br>Entsprechend ist der Anteil an Fremdsprachigen je nach Quartier und Schulhaus unterschiedlich hoch. Schulhäuser mit hohem Ausländeranteil wie jenes an der Madretschstrasse erhalten dafür mehr Mittel für Zusatzunterricht. Allerdings reichten diese nicht aus, sagt Schulkoordinatorin Doris Fankhauser.<br><br><span style="font-style: italic;">Ausführlicher Bericht im BT vom Montag, 18. August, auf Seite 7 - oder im E-Paper</span><br>

Stichwörter: Schulbeginn

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