Aus der ursprünglichen Vision Agglolac ist mittlerweile ein ernst zu nehmendes Projekt geworden. Noch nicht ausgeräumt sind allerdings die Probleme mit den archäologischen Grabungen. Die Machbarkeitsstudie geht von einer Grabungszeit zwischen zwölf und 20 Jahren und Kosten zwischen rund 47 und rund 72 Millionen Franken aus. Damit die Archäologie «nicht zum Killerargument wird», wie sich Nidaus Stadtpräsident Adrian Kneubühler ausdrückte, soll mit dem Kanton verhandelt und weitere Abklärungen vorgenommen werden. Die Verantwortlichen hoffen, dass ein Teil des Projektperimeters einfach versiegelt werden kann. Nur bei rund 50 Prozent der Gebäude sollen deshalb Untergeschosse gebaut werden.
Obwohl das gesamte Planungsgebiet (inklusive Umgebungsgestaltung) 258 100 Quadratmeter umfasst, sagte Biels Stadtpräsident Hans Stöckli: «Das ist kein Gigantismus.» Das überbaute Terrain sei nur etwa doppelt so gross wie die Renferareal-Überbauung. Tatsächlich werden «nur» rund 35 500 Quadratmeter Land bei einer Realisierung von Agglolac zugebaut. Die restliche Fläche ist für Wasserkanäle, Strassen und Grünflächen vorgesehen. Allerdings können mindestens zwei 50 Meter hohe Türme am See gebaut werden.
Einen Park statt Agglolac zu bauen, sehen die Verantwortlichen als unrealistisch an: «Es braucht eine gewisse Intensität der Bebauung, damit die Erschliessungs- und Archäologiekosten bezahlt werden können», sagt Kneubühler. Diese Kosten sind so hoch, dass Nidau trotz der Möglichkeit, das Land teuer an einen Investor verkaufen, nur mit einem Gewinn von rund vier Millionen Franken rechnet.
Bis Ende Jahr sollen nun die Stadträte Biels und Nidaus je einen Kredit über 150 000 Franken für weitere Abklärungen sprechen. Bis Ende 2011 sollen weitere Kredite für die Planungsphase gesprochen werden und ein Vertrag mit einem Investor abgeschlossen sein. Ab 2012 würde die Planungsphase beginnen und ab 2014 ginge es dann an die Realisierung.
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