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Biel

Der Baumkataster steht online zur Verfügung

Künftig ist jeder Baum im öffentlichen Raum der Stadt Biel im Internet abrufbar. Das neue Online-Inventar basiert auf dem Bieler Geoportal und wird ab dem 1. September frei zugänglich sein.

Biel. Bild: bt/a
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8'231 Bäume aus 172 verschiedenen Arten und Sorten
Der Baumkataster entstand auf Initiative der Direktion Bau, Energie und Umwelt und enthält genau die 8'231 Bäume aus 172 verschiedenen Arten und Sorten im öffentlichen Raum der Stadt Biel. Erfasst wurden die Bäume vor Ort mit einem Tablet mit GPS und zu jedem Exemplar ist neben dem Standort auf der Karte nun ein botanischer «Steckbrief» (lateinischer Name, Gattung-Art-Sorte) sowie der Name auf Deutsch und Französisch aufgeführt. Das Pflanzjahr oder das Jahr, an dem ein Baum ersetzt wurde, ist auch vermerkt, so dass das Alter eines Baums jederzeit ersichtlich ist, heisst es in der Medienmitteilung.

 

Online zugänglich
Die Erfassung erfolgte 2016 und 2017 und wurde im Frühling 2018 mit den Pflanzungen im neuen Park Schüssinsel ergänzt. Das Inventar wird am 1. September in enger Zusammenarbeit mit der Dienststelle Vermessung und GIS der Stadt Biel unter der Adresse http://gis.biel-bienne.ch (Karten -> SG Baumkataster) aufgeschaltet und ist anschliessend online frei zugänglich, heisst es weiter.

 

Baumpflege dokumentieren
Die Dienststelle Gärtnerei und Friedhöfe vervollständigt den Kataster derzeit mit einem technischen Datenblatt zum Unterhalt, auf dem die wichtigsten Pflegemassnahmen für den jeweiligen Baum im Laufe der Jahre aufgeführt werden. Ziel ist es, die Baumpflege zu dokumentieren und mit der Zeit einen chronologischen Überblick über den Gesundheitszustand der Bäume und die Pflegemassnahmen zu erhalten.

 

Klimawandel
Die Nutzung des Katasters entspricht zudem den Bedürfnissen in Zusammenhang mit der Klimaerwärmung sowie dem Wachstum und der Verdichtung der Städte. Im urbanen Raum besteht ein steigendes Bedürfnis nach «Natur» und Bäume sind in diesem Zusammenhang eines der Hauptelemente. Es ist deshalb wichtig, ihnen eine besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Das Bedürfnis nach Grün- und Erholungsflächen sowie nach deren Vernetzung und der Förderung der Biodiversität wächst, heisst es in der Pressemitteilung.

Kurz- und mittelfristig kann die Dienststelle Gärtnerei und Friedhöfe die Anpassungsfähigkeit der Bäume an die klimatischen Veränderungen beobachten und testen, welche Arten am widerstandsfähigsten (Hitze und Trockenheit, Parasiten und Krankheiten) und dadurch für den städtischen Raum am besten geeignet sind.

Die Rückstrahlung der Hitze von den Bodenbelägen und Fassaden, die Verdichtung und Wasserundurchlässigkeit der Böden, die verminderte Verdunstung sowie die reduzierte natürliche Durchlüftung machen sich zunehmend bemerkbar. Dadurch wird es auf dem Stadtgebiet immer wärmer und trockener, was bei einer Ersatzpflanzung oder einem neuen Projekt einen direkten Einfluss auf die Wahl der in Betracht zu ziehenden Pflanzen hat, heisst es weiter. mt

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