Sie sind hier

Sportler des Jahres

Das Jahr der nachgeholten Siege

An der gestrigen Watch-City-Gala wurden im Bieler Kongresshaus die besten Seeländer Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2016 geehrt. Die Freude war bei den Gewinnern meist besonders gross, weil sie schon mehrmals nominiert waren, den Sieg jedoch knapp verpassten.

  • 1/49 Bilder: Bruno Payrard
  • 2/49
  • 3/49
  • 4/49
  • 5/49
  • 6/49
  • 7/49
  • 8/49
  • 9/49
  • 10/49
  • 11/49
  • 12/49
  • 13/49
  • 14/49
  • 15/49
  • 16/49
  • 17/49
  • 18/49
  • 19/49
  • 20/49
  • 21/49
  • 22/49
  • 23/49
  • 24/49
  • 25/49
  • 26/49
  • 27/49
  • 28/49
  • 29/49
  • 30/49
  • 31/49
  • 32/49
  • 33/49
  • 34/49
  • 35/49
  • 36/49
  • 37/49
  • 38/49
  • 39/49
  • 40/49
  • 41/49
  • 42/49
  • 43/49
  • 44/49
  • 45/49
  • 46/49
  • 47/49
  • 48/49
  • 49/49
zurück

Michael Lehmann

Der Sport und dessen Athletinnen und Athleten standen an der gestrigen Watch-City-Gala im Zentrum. Doch bevor die Sportler aus dem Seeland und dem Berner Jura ausgezeichnet wurden, die im letzten Jahr mit starken Leistungen die meisten Personen überzeugen konnten, wurden die fast 200 Personen im Bieler Kongresshaus zu den muskalischen Klängen Giovanni Costellos eingestimmt. Der italienische Sänger, der 2011 durch die Fernsehsendung «The Voice of Germany» bekannt wurde, war nur einer der vielen Showacts, welche das Rahmenprogramm bildeten.

Büchler: «Das ist mega schön»

Die Sportlerwahlen wurden in diesem Jahr in einer neuen Variante durchgeführt (mehr dazu in der Infobox). Vielleicht war dies mit ein Grund, warum sich heuer vor allem Athletinnen und Athleten freuen durften, die zwar schon einige Male nominiert wurden, den Sprung ganz nach oben aber nie geschafft hatten.

Den Anfang machte Nicole Büchler. Die Stabhochspringerin landete bei der Wahl vor zwei Jahren auf dem dritten, im Vorjahr auf dem zweiten Platz. Dass sie es nun doch noch geschafft hat, bezeichnete die 33-Jährige als «mega schön».

Die Bielerin durfte gestern bereits die zweite Auszeichnung für ihre starken Leistungen im letzten Jahr in Empfang nehmen. Im November wurde sie vom Schweizer Leichtathletikverband «Swiss Athletics» zur Leichtathletin des Jahres gekürt. Dies hat sie sich unter anderem mit zwei Schweizer Rekorden verdient. So verbesserte sie die Bestmarken in der Halle auf 4,80 Meter und draussen auf 4,78 Meter. Sie zeigte sowohl an den Diamond-League-Meetings sowie mit dem sechsten Rang an den Olympischen Spielen in Rio, dass sie zur Weltspitze gehört.

Janis Gruss an Idol Chapuisat

Mit Neel Jani gewann in der Kategorie der Männer ein mit 33 Jahren ebenfalls erfahrener Sportler. Tatsächlich ist der Jenser nur neun Tage älter als Büchler.

Auch Jani war bereits mehrmals nominiert und reüssierte in diesem Jahr zum ersten Mal. «Endlich ist es geschafft», meinte er bei der Preisübergabe mit einem breiten Lächeln und fügte an: «Auszeichnungen, die man zuhause gewinnt, sind halt immer noch die Schönsten.»

Der Porsche-Werksfahrer eröffnete 2016 die Langstrecken-Weltmeisterschaft gleich mit einem Sieg in Silverstone und legte in Spa mit einem zweiten Rang nach. Im Juni durfte sich der Jenser zum ersten Mal als Sieger des legendären 24-Stunden-Rennens von Le Mans feiern lassen. Zwar sollte dem Team später keine Podestplätze mehr erreichen, es verteidigte den Vorsprung in der Gesamtwertung jedoch souverän.

Die Trophäe zum Sportler des Jahres nahm er von Gilbert Gress in Empfang. Der ehemalige Fussball-Trainer bewies auf der Bühne, dass er sich auch im Automobilsport auskennt und erklärte dem Publikum gleich selbst, dass Jani bereits seit 2009 am 24-Stunden-Rennen in Le Mans teilnehme. Der Seeländer liess es sich wiederum nicht nehmen, dem ebenfalls anwesenden Stéphane Chapuisat zu sagen, dass er früher sein grosses Vorbild gewesen sei. Aus Janis geplanten Fussballkarriere sollte jedoch nichts werden.

Trinkfreudige Diessbacher

Wurde in den Kategorien zuvor nur je ein Sportler beziehungsweise eine Sportlerin auf die Bühne gebeten, so waren es in der Kategorie «Team» gleich sechs junge Männer, welche die Auszeichnung abholten.

Der Rollhockeyklub Diessbach setzte sich dank seines Double-Gewinns hauchdünn vor dem Inlinehockeyclub Biel Seelanders durch. Den Siegerscheck über 2000 Franken würden seine Freunde und er noch am gleichen Abend in Getränke umsetzen, scherzte Spielertrainer Pascal Kissling, wurde aber umgehend wieder ernst: «Dieser Betrag ist für einen kleinen_Verein wie unseren sehr viel Wert.» Mit Dank an das Publikum verabschiedeten sich die Spieler und versprachen, das Beste zu geben, wenn es in Bälde mit den Playoffs losgeht.

Christian statt Simona Aebersold

Die grosse Abwesende an der gestrigen Gala war die beste Nachwuchssportlerin Simona Aebersold. Die 18-jährige Orientierungsläuferin befindet sich momentan in Finnland. Ihr Vater Christian stellte sich deshalb den Fragen des Moderators Dominique Antenen. Er sei natürlich sehr stolz auf die Leistungen seiner Tochter. Dabei hob er hervor, dass Simona Aebersold nicht nur im Wald starke Zeiten erreichte, sondern auch an den verschiedenen Strassenläufen, an welchen sie teilnahm. So gewann die dreifache OL-Junioren-Weltmeisterin beispielsweise den 6,7 Kilometer langen Lauf La Trotteuse in La Chaux-de-Fonds.

Dann tauchte auch Simona Aebersold im Kongresshaus auf – allerdings nur auf der Leinwand. Mit einer Videobotschaft bedankte sich die Seeländerin bei ihrem Umfeld und den Leuten, die für sie gestimmt haben. Sie bedauerte des weiteren, dass sie nicht persönlich anwesend sein konnte. Denn auch für sie war es der erste Sieg. Seit 2012 war sie jedes Mal nominiert, geehrt wurden jedoch andere. «Ein tolles Gefühl», sagte sie und strahlte in die Kamera.

Video-Ipressionen und mehr Infos finden Sie hier.

*  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  * 

Ranglisten der Top-Drei und Modus

Kategorie Männer:

1. Neel Jani          168,3 Punkte

                (Jury: 58,33/Journalisten: 60/Öffentl.: 50)

2. Jan Pyott          116,1

                (43,33/32,73/40)

3. Florian Gnägi  110,3

                (26,67/23,64/60)

 

Kategorie Frauen:

1. Nicole Büchler                173,8

                (58,33/55,45/60)

2. Nadine Zumkehr            138,6

                (45/43,64/50)

3. Martina Kocher               110,5

                (35/35,45/40)

 

Kategorie Teams:

1. RHC Diessbach              125,6

                (38,33/47,27/40)

2. Biel Seelanders              125,2

                (53,33/51,82/20)

3. Lukas und Simon Werro              124,5

                (50/44,55/30)

Kategorie Nachwuchs:

1. Simona Aebersold         157,4

                (48,33/49,09/60)

2. Caroline Agnou              132,9

                (48,33/44,55/40)

3. Damien Wenger             106,2

                (31,67/44,55/30)

 

Wer hat gewählt?

  • • Die Öffentlichkeit (per Coupon oder Internet): 1216 Stimmen wurden in der Kategorie Männer registriert, 966 Stimmen bei den Frauen, 1350 Stimmen bei den Teams und 1318 Stimmen beim Nachwuchs.
  • • Die Jury: Emilie Aubry (Fussballschiedsrichterin und ehemalige Snowboarderin), Walter Mengisen (Rektor der Eidgenössischen Hochschule für Sport in Magglingen), Daniel Müller (Curling-Olympiasieger und Präsident des Bieler Panathlonclubs), Noémie Sauvage Pasche (Physiotherapeutin und ehemalige Volleyballspielerin), Nicolas Siegenthaler (Trainer des Mountainbikers Nino Schurter) und Mathieu Tschantré (Captain des EHC Biel).
  • • Die Journalisten: Beat Moning, Moritz Bill, Francisco Rodríguez, Patric Schindler, Michael Lehmann (alle Bieler Tagblatt), Laurent Kleisl, Etienne Chapuis, Sélim Biedermann, Christian Kobi (alle Journal du Jura), Grégory Brodard (TeleBielingue) und Lyndon Viglino (Canal 3).

Wie wurde gewertet?

  • • Die Journalisten und die Jury verteilten den Sportlern 10, 20, 30, 40, 50 oder 60 Punkte. Der Durchschnitt davon kam in die Wertung.
  • • Wer von der Öffentlichkeit am meisten Stimmen erhielt, bekam in der Wertung 60 Punkte, der Athlet danach 50 usw. Leh

Nachrichten zu Biel »