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1/42 Im Prinzip beginnt die Tübbingproduktion bei der Firma Arma Spez. Gleich neben der Marti Tunnelbau AG produzieren dort -

2/42 Dutzende fingerdicke Eisenstangen bilden das zentimetergenaue Gerüst. -

3/42 Sieben verschiedene Typen gibt es von den Armierungen, so viele wie es Schalungen gibt. Denn jedes Element eines hat -

4/42 Mit einem Kran werden die tonnenschweren Gerüste hochgehoben... -

5/42 ...und in die Tübbingschalungen eingesetzt. -

6/42 Soweit vorbereitet, fährt die Schalung als nächstes in die Betonabfüllstation. -

7/42 Am Kommandopult steht dort Slavko Grgic. Er überwacht die ganze Anlage und steuert die Betonabfüllung. -

8/42 Mit rütteln und vibrieren wird die graue Masse bis zur perfekten Dichte in der Schalung verteilt. -

9/42 Ein Arbeiter streicht anschliessend mit einer Holzlatte die Oberfläche des gegossenen Tübbings glatt. Talochieren -

10/42 Schliesslich muss vor der Weiterfahrt in den Dampfkanal alles schön abgespritzt werden. -

11/42 Nach sechs Stunden kommt die Schalung wieder aus dem 50 Grad heissen Dampfkanal. Wenige Minuten später werden die -

12/42 Nach einer ersten kurzen Abkühlungsphase kann der Tübbing herausgehoben werden. Hier das siebte und kleinste Stück -

13/42 Der Vakuumheber wird schon mal hergefahren. -

14/42 Nebenzu abgestellt, können die Betonschnitze weiter abkühlen. -

15/42 Schliesslich geht es hinaus aufs Aussendepot. Geordnet wird es von einem riesigen Portalkran mit Vakuumheber aus. -

16/42 Kranführer Luis Castro klettert die Leiter zu seiner Kabine hoch. -

17/42 Das präzise Aufnehmen und Absetzen von so hoch oben verlangt höchste Konzentration. -

18/42 Castros Werk lässt sich sehen: Ein Tübbinglager in perfekter Ordnung. Links das Gleis, auf dem die zu beladenden -

19/42 Abends dann ist es soweit: Ueli Buess macht die Bremsprobe, kontrolliert die ganze 320 Meter lange Waggonkomposition -

20/42 Erst wenn alles sicher funktioniert, startet er seine Rangierlok und fährt die Ladung Tübbinge aus der Klus hinaus -

21/42 Grau in grau präsentieren sich an diesem Morgen die Tübbinge und das Wetter. -

22/42 Oliver Rüede beginnt mit seinem 52-Tonnen Gegengewichtsstapler die Waggons abzuladen. -

23/42 Sein Gefährt kann bis zu 42 Tonnen auf sechs Meter Höhe heben. -

24/42 Das Ungetüm ist drei Meter breit und elf Meter lang - eines der grössten Modelle, die es gibt. -

25/42 Die Tübbingelemente werden auf dem Depot jeweils so abgelegt, dass immer jene sieben Elemente zusammen sind, die im -

26/42 Staplerfahrer Oliver Rüede ist stolz auf die ordentlichen Reihen. -

27/42 Ohne seinen Kollegen Ivica Jambrsic ginge es aber nicht. -

28/42 Er ist der Mann am Boden, der den Fahrer hoch oben in seiner Kabine navigiert. -

29/42 Hier fährt er gerade mit einem kleinen Gabelstapler einen Sockel in Position. -

30/42 Die Männer arbeiten Hand in Hand. Zum Beispiel wenn es Holzklötze zu verlegen gilt auf die dann die nächste Schicht -

31/42 Mittlerweile hat sich die Sonne durch den Nebel gekämpft. Zeit für eine Znünipause. -

32/42 Danach folgt der Transport von Tübbingen hinunter in die Baugrube. Das Steuer des Lasters hat nun Ivica Jambrsic in -

33/42 Das Zwischenlager unten in der Baugrube. Hier fährt der Tunnelzug ein, wenn er Materialnachschub holt. Im die -

34/42 Hilfskranfahrer Bernhard Hönig klebt für den letzten Teil der Reise den Tübbingen Schutzbänder an. -

35/42 Dann hebt er sie mit dem Portalkran vorsichtig hoch. Der Tunnelzug ist angekommen. -

36/42 Im Zwischenlager neben den Geleisen hat es, Oliver Ruede und Ivica Janbrejic sei Dank, immer genügend Betonelemente -

37/42 Weiter hinten wird währenddessen der Mörteltank des Transportzuges gefüllt. -

38/42 Drinnen angekommen, schaut Andreas Stauffer von der Bauleitung beim Vortrieb zu. Links von ihm die Pressen, mit denen -

39/42 Zwei weitere Meter sind geschafft, der Motor stellt ab. Jetzt tritt Franz Exenberger in Aktion, der Mann, der die zu -

40/42 Es kommt dabei auf Millimeter an. Ein Arbeiter kontrolliert, ob der Tübbing sitzt. -

41/42 Dann wird er mit den angrenzenden Steinen verschraubt. -

42/42 Am Schluss bleibt noch der Versatzstein, das siebte etwas kleinere Element des Rings. Franz Exenberger klettert, um es
Audiobeitrag
Das Grosse Graue und die Männer in Orange (Audio)
Schweiz eine Bohrmaschine mit grösserem Durchmesser in den Berg gefahren. Löcher von 12,56 Metern sind aber nicht nur einsamer Rekord sondern auch eine grosse bautechnische Herausforderung für Ingenieure und Mineure. Ein Stück Beton steht dabei im Zentrum - der Tübbing: acht Tonnen schwer, grau, gebogen und im Bergesinnern mit anderen solchen Schnitzen zu Ringen zusammengesteckt für nichts Geringeres verantwortlich, als den Tunnel zu stützen. Eine Reportage von der Produktion der Tübbinge in der Klus bei Oensingen bis zu deren Einbau im Längholztunnel. Kommen Sie mit auf die Reise.
Geknatter wie aus Maschinengewehren donnert in der Produktionshalle der Marti Tunnelbau AG in der Klus bei Oensingen an hohe Wände und zurück. Ketten rasseln. Irgendwo heult ein Alarm. Es klackt und klopft und brummt. Zwischendurch Sekunden der Stille. Geruch von kaltem Stahl liegt in der Luft. In einer Ecke steigt meterhoch Dampf auf. Auge, Ohr und Nase sind von dem plötzlichen Sinnesgewitter masslos überfordert. Was hier geschieht, wird dem Besucher erst bei näherem Hinschauen klar, beim Herantreten an die Männer, die da im schummrigen Licht so lärmig hantieren.
Die ganze Reportage finden Sie im Bieler Tagblatt vom 11. März 2010 oder im E-Paper.
Hier nun aber schon einmal die Reise der Tübbinge in Bildern.
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