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Bieler Radikaler packt aus

Laut dem 22-jährigen Bieler Jugendlichen Ali* hat ein Kollege von Nicolas Blancho seine Ausbildung an einem Fundamentalistencamp in Kairo organisiert und finanziert, an welchem AlKaida-Sympathisanten unterrichtet wurden.

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(bt) Insgesamt 20 Jugendliche, der Jüngste erst 14 Jahre alt, hätten die Schule besucht und im selben Wohnblock ausserhalb Kairos zusammengelebt; im Unterricht, den der Sohn eines Hisbollah-Führers erteilte, seien sie zum «Hass auf alle Ungläubigen» erzogen worden, sagt Ali im «SonntagsBlick» weiter. Damit bestätigt er einen Bericht des «Bieler Tagblatts» vom 8. April, in welchem seine Geschichte ausführlich geschildert wurde.<br><br>Ali hatte als Zehntklässler begonnen, sich für den Islam zu interessieren, radikalisierte sich, kam in Kontakt mit Nicolas Blancho und wohnte nach Differenzen mit seinen Eltern längere Zeit bei dem bekannten Bieler Islamistenführer. Von da aus verschwand er ohne Wissen der Eltern im Alter von 18 Jahren nach Kairo (das BT berichtete). Wie jetzt bekannt wurde, schickte ihm ein Kollege von Nicolas Blancho monatlich 100 Franken, was knapp zum Überleben gereicht habe. Ali bestätigte, dass er bei seiner Rückkehr auf 38 Kilo abgemagert war und unter Albträumen litt. Blancho selber hatte vor vier Wochen im «Bieler Tagblatt» erklärt, er habe nichts mit dem Kairo-Aufenthalt zu tun; er hatte bezweifelt, dass Ali völlig abgemagert zurückgekehrt sei.<br><br>Inzwischen hat sich Ali von den radikalen Muslimen der Seelandmoschee abgewandt. Seinen Bart hat er abrasiert, die schwarzen Kleider weggeworfen. Allerdings ist er wegen traumatischer Erlebnisse im Islamistencamp weiter in psychologischer Behandlung.<br><br>

Stichwörter: Islamisten

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