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Drogen

Biel, eine Hochburg für Partydrogen?

An Drogen zu kommen, ist in Biel allzu einfach. Fachstellen sind mehr denn je gefordert. Die Suchthilfe Contact Netz baut deshalb ihr Angebot weiter aus.

In der Region Biel und Berner Jura sind Drogen ein wachsendes Problem. copyright:keystone
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Es ist nur die Spitze des Eisbergs, wenn die Kantonspolizei Bern jedes Jahr rund 13500 Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz registriert. Was in der Szene tatsächlich abgeht, entzieht sich grösstenteils dem Wissen der Behörden. Mehr Erkenntnisse bringt da die Arbeit von Fachstellen wie der Suchthilfe Contact Netz. Die Stiftung mit Wurzeln in Biel erarbeitet gemeinsam mit Partnern ein Drogenmonitoring. Dieses zeigt: Nach Cannabis und Alkohol sind Ecstasy, Amphetamine und Kokain die am weitesten verbreiteten Drogen. Vor allem in der Party- und Nighlifeszene sind die Substanzen als Pulver oder Pille leicht zu haben, wie ein verdeckter Testkauf des «Bieler Tagblatt» zeigt.

Biel ist nach Bern die Stadt mit dem wohl zweitgrössten Drogenproblem im Kanton Bern. Zudem beobachtet die Polizei in der Region eine Professionalisierung bei der Herstellung und dem Handel mit synthetischen Drogen. Weiterhin auf dem Vormarsch scheint die «Sorgendroge» Crystal Meth zu sein. Auch wenn Drogendelikte strafrechtlich geahndet werden, können Konsum und Handel nicht ganz verhindert werden.

Wer eine Pille einwirft, verspricht sich davon Glücksgefühle, Halluzinationen und mehr Energie. Beispielsweise für einen Tanzmarathon in einem Bieler Klub wie dem dem «Chessu» oder dem «Ohm 10». Entscheidend dafür, wie viele Drogen konsumiert werden, ist laut Fachleuten aber nicht der Ort, sondern der Anlass: In der Techno- und Elektroszene sind Partydrogen am stärksten verbreitet, sagt Eric Moser von «Contact Netz». Die Stiftung versucht, nach der Schliessung der Bieler Regionalstelle in der Stadt wieder vermehrt Fuss zu fassen. So wird eine sogenannte Peer Group ins Leben gerufen, die eine Art Bindeglied zwischen Behörden, Fachstellen und Szene sein soll. In Bern existiert mit dem Drogeninfo plus zudem eine Beratungsstelle, bei der man gekaufte Drogen analysieren lassen kann. «In Biel ist das Angebot aber noch zu wenig bekannt», sagt Moser.

 

 

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Wie gefärlich sind die gängigen Drogen? Wie gross sind die Drogen-Probleme in der Partyszene wirklich? Die Antworten dazu und mehr zum Thema, lesen Sie mit dem BT-Abo unter diesem Link.

 

Kommentare

Georges

Inkomplette Antwort-Auswahl bei der Umfrage. Warum kann man z.B. nicht antworten: Ich nehme keine Drogen oder ich habe keinen Bedarf? Abgesehen davon, ist es interessant wieder einmal festzustellen in welchen Bereichen Biel Champion ist!


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