Es ist ein Fall mit Seltenheitswert: Im Seelandheim in Worben wurde einer Bewohnerin gekündigt. Innert zwei Monaten musste die 83-Jährige ihr Zimmer räumen. Die Angehörigen sind fassungslos.
Die letzten acht Jahre war das Seelandheim in Worben ihr Zuhause. Doch vergangenen März wurde der 83-jährigen Betagten der Heimplatz gekündigt. Letzte Woche hat sie ein anderes Heim in der Region bezogen. Von einem solchen Fall hat selten jemand gehört. Manch einer glaubte wohl an ein reines Gerücht, als ihm die Geschichte erzählt wurde. Doch sie ist wahr, wie die Enkelin der 83-Jährigen gegenüber dem BT bestätigt: «Die Heimleitung hat gesagt, meine Grossmutter sei im Seelandheim nicht glücklich. Sie solle einen schönen Lebensabend haben und deshalb in ein anderes Heim wechseln. Der Vertrag werde gekündigt, in zwei Monaten müsse sie draussen sein», erzählt Enkelin Anita K.
Rein juristisch stellt dies kein Problem dar. Die übliche Kündigungsfrist bei Verträgen zwischen Bewohnern und den Pflegeheimen sieht sogar nur einen Monat vor. «Ich habe anfangs auch gedacht, das können die doch nicht machen. Als wir einen Juristen konsultierten, wurde mir aber schnell klar, dass wir nicht dagegen unternehmen können», sagt Anita K. Obwohl juristisch in Ordnung, findet sie es menschlich fragwürdig.
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