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Washington

USA setzen gemeinsame Militärmanöver mit Südkorea aus

Die USA und Südkorea haben zwei weitere gemeinsame Militärübungen vorläufig abgesagt. Dies teilte eine Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums am Freitag in Washington mit.

(sda) Pentagon-Chef Jim Mattis habe in Absprache mit dem südkoreanischen Verbündeten ausgewählte Übungen auf unbefristete Zeit verschoben, hiess es weiter. Damit solle die Umsetzung der Ergebnisse des Gipfeltreffens von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un unterstützt werden.

Am Dienstag hatte das koreanische Verteidigungsministerium bereits eine grossangelegte Übung abgesagt, an der auch rund 17'500 US-Soldaten teilnehmen sollten. Nun sollen der Pentagonsprecherin zufolge zwei weitere Manöver verschoben werden, die in den kommenden drei Monaten geplant waren. Der Stopp der Planungen gilt als Konzession sowohl an Nordkorea als auch an China.

Weitere Entscheidungen hingen davon ab, ob es produktive Verhandlungen mit Nordkorea gebe. Trump hatte bei dem historischen Gipfeltreffen am 12. Juni überraschend angekündigt, dass die USA ihre Militärübungen mit Südkorea für die Dauer der Verhandlungen mit Pjöngjang aussetzen würden. Ab wann die Übungen ausgesetzt würden, hatte er aber nicht gesagt. Für Verwunderung hatte gesorgt, dass Trump die Übungen als "provozierend" bezeichnet hatte - dieser Begriff wurde bisher von Nordkorea verwendet.

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag mitgeteilt, die Gespräche über eine atomare Abrüstung in Nordkorea gingen voran. Die Denuklearisierung, wie die USA und Nordkorea den Prozess der Abrüstung nennen, sei bereits im Gange.

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