Die Schweine wurden vor der Explosion betäubt. Keines der Tiere überlebte. Tierschützer zeigten sich am Montag entsetzt über die britischen Experimente. Der Tierschutzverein Vier Pfoten in Österreich erklärte: «Tiere aus Versuchsgründen in die Luft zu sprengen ist massiv tierquälerisch, unethisch und obendrein sinnlos.»
«Menschenleben retten»
Die «Sunday Times» zitiert aus dem britischen Forschungspapier, das Spreng-Experiment sei nötig, weil Verletzungen durch Explosionen wegen der Terrorgefahr ein immer grösseres Problem würden. Eine Sprecherin des Labors Porton Down sagte der Zeitung, mit dem Experiment könnten auch Menschenleben gerettet werden.
Der britische Verband gegen Tierversuche, die British Union for the Abolition of Vivisection, stellte den Test jedoch infrage. Die Wirkung einer Bombe auf betäubte Schweine würde sich «wesentlich» von der auf Menschen, die bei Bewusstsein seien, unterscheiden.
In Österreich hatten Forscher erst kürzlich bei einem Lawinenexperiment Schweine lebendig im Schnee vergraben. Die Forscher beobachten die zuvor betäubten Tiere beim langsamen Ersticken und Erfrieren. Eine landesweite Protestwelle führte schliesslich dazu, dass die Forscher die Studie abbrachen.
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