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Bern

Schweizer Lehrer in Ägypten wegen Terrorverdachts festgehalten

Ein 29-jähriger Schweizer darf seit mehr als einer Woche nicht aus Ägypten ausreisen. Er wird von den lokalen Behörden verdächtigt, ein Terrorist zu sein.

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(sda) Der Junglehrer aus Wahlendorf BE sitzt bereits seit dem 15. April im ägyptischen Badeort Sharm-el-Sheik fest, schrieb das "Bieler Tagblatt" am Mittwoch. Nach einem einwöchigen Aufenthalt wollte er zurück in die Schweiz fliegen.

Am Flughafen wurde ihm jedoch die Ausreise verweigert. Die Begründung: Sein Name stehe auf einer Liste von Terrorverdächtigen. Seither wartet der Mann in einem Hotel im Sharm-el-Sheik darauf, dass die Behörden ihm grünes Licht für die Rückreise geben.

"Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis er wieder in die Schweiz zurückreisen darf", sagte Daniel Weibel der Nachrichtenagentur sda. Weibel ist Leiter der Primarschule Ipsach BE, wo der Lehrer arbeitet.

Bis am vergangenen Sonntag sei man noch zuversichtlich gewesen, dass die Situation bald geklärt sei. Am Montag hätten aber die lokalen Behörden weitere Recherchen gefordert.

Den Gemütszustand des gestrandeten Lehrers beschrieb Weibel als ein "Auf und Ab". Er spüre einerseits die Solidarität der Hotelangestellten und -gäste, die seine Lage kennen. Aber er erlebe auch "deprimierende Momente", und insbesondere seine Eltern würden unter der Situation leiden.

Auch die Schweizer Behörden bemühen sich darum, den Mann zurückzuführen. Die Botschaft in Kairo stehe im Rahmen des Konsularischen Schutzes in Kontakt mit ihm und den zuständigen lokalen Ämtern, teilte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Anfrage mit. Auch die Angehörigen des Lehrers in der Schweiz würden vom EDA unterstützt.

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