Sie sind hier

Frage der Woche

Sollen Immobilienbesitzer gezwungen werden, leerstehende Ladenlokale der Stadt zu melden?

Beantworten und kommentieren Sie unsere Frage der Woche.

Symbolbild: Pixabay
  • Umfrage

Umfrage

Sollen Immobilienbesitzer gezwungen werden, leerstehende Ladenlokale der Stadt zu melden?

Sie haben bereits abgestimmt. Nachfolgend das aktuelle Ergebnis.

Resultate
Insgesamt 152 Stimmen
Ja, die Innenstadt wird attraktiver, wenn leerstehende Ladenlokale belebt werden können.
32%

Ja, denn dem Vermieter steht es ja frei, ob er das Lokal dann effektiv für eine Zwischennutzung hergibt.
15%

Nein, das führt nur zu mehr Bürokratie.
9%

Nein, das ist ein absolut unzulässiger Eingriff in die Eigentumsrechte.
45%

Kommentare

Ritiker K.

Kollega Sokrates sollte mal in das in der Vergangenheit bürgerlich regierte und dominierte Stadt St.Gallen schauen gehen - 44 leere Läden in der Innenstadt! Es könnte auch andere Gründe für den Strukturwandel im Detailhandel geben, als die verhasste Verkehrspolitik der Links-Grünen, vor allem, wenn das Phänomen der leeren Geschäftsräume in verschiedenen Städten auftritt. Stichwort Online-Handel. Ich nehme auch an, dass das Lädelisterben in den Dörfern nicht die Schuld der Grünen ist, sondern wohl eher wegen der Leute auftritt, welche mit Ihrem Auto lieber in ein Shoppingcenter fahren als um die Ecke im kleinen Laden einkaufen gehen. Ich kann es nicht nachvollziehen, wie ernsthaft die Idee vertreten werden kann, eine Innenstadt sein attraktiv, wenn billiger Parkraum überall vor den Läden zur Verfügung steht. In dieser Logik sollte man doch glatt die Nidaugasse wider für den Verkehr öffnen. Aus meiner Sicht geht es den Imobilienbesitzern noch zu gut und sie beharren weiterhin auf ihren (zu) hohen Mieten, haben aber die Frechheit über die Stadtregierung herzuziehen, wie diese schon doch nichts macht für die Innenstadt, wie dies unser Bieler Immobilien-Mogul zelebriert. Nein, die Innenstadt soll und kann nicht ein Shoppingcenter sein, wo billig und nah parkiert werden kann - wer wird in die Stadt fahren, wenn es das Gleiche mit einem Autobahnanschluss gibt? Innenstädte sollen leben, einladen, zum Verweilen und flanieren da sein und nicht den beschränkten Platz an der Oberfläche an den MIV zum Parkieren verscherbeln. Etwas fällt mir an den Bieler, ach so autofeindlichen Linken und Grünen auf: die haben seit 2002 über 40 Millionen für drei Parkhäuser in der Innenstadt ausgegeben (ja, sogar die SP und die Grünen stimmten immer dafür) und de Fakto hat es heute mehr Parkplätze in der Stadt als vor der Jahrtausendwende. Da verstehe einer die Personen, welche das als 'autofeindlich' sieht und die Verantwortlichen als 'Autohasser' bezeichnen.


sokrates

Kollega Ritiker K sollte einmal das Center Brügg beachten. Obwohl ein zusätzliches Parkfeld gebaut wurde sind an den Wochenenden die meisten Parkplätze belegt. Im Shoppyland Schönbühl wo 184 Läden zur Verfügung stehen, und man für 1. Franken 4. Std Parkieren darf ist teilweise Stau angesagt. Mit den Verkehrsschikanen in Biel und Bern wird die Kundschaft in diese "Einkaufstempel" geführt. Die Grünen werden unser duch fleissige Arbeit enstandenen Einkaufswohlstand nicht nehmen.


Ritiker K.

Wer heutzutage meint, die Läden in der Innenstadt seine leer, weil man nicht mit dem Auto vor der Ladentüre parkieren kann, der hat von mir aus gesehen etwas nicht begriffen. 'Auf der Grünen Wiese' haben wir in Biel mehrere Einkaufsmeilen, bei denen mit dem Auto gleich neben (oder unten) dran parkiert werden kann. Die Innenstadt kann und muss nicht mit diesem Modell konkurrenzieren. Sie muss etwas haben, was die Shoppingtempel nicht haben - Charme. Was die Innenstadt bieten kann ist ein nebeneinander von Geschäften, Cafés, Imbiss und anderen Nutzungen, welche eine Aufenthaltsqualität erzeugen und den öffentlichen Raum zu einem Nutzungsraum werden lässt, etwas, was die Shopping-Centers nicht haben. Zwischennutzungen und die Aufwertung des innenstädtischen Raumes können da entscheidend mithelfen, den Begegnungsraum Innenstadt zu gestalten und eine Aufenthaltsqualität, einen Raum zur Begegnung zu bieten, welche es andernorts nicht gibt und auch nicht einfach so erzeugt werden kann. Eine attraktive Innenstadt als den Ort zu sehen, wo ich mein Auto gratis und nahe beim Laden parkieren kann ist 20 Jahrhundert und mehr (gratis) Parkplätze werden die Stadt nicht beleben (vielleicht sogar im Gegenteil). Im 21 Jhd. ist eine attraktive Innenstadt ein "dritter Ort" http://www.zeitpunkt.ch/news/artikel-einzelansicht/artikel/der-dritte-ort-privileg-der-innenstaedte.html


sokrates

Kaum zu glauben, dass der Stadtpräsident Erich Fehr diesen Stumpfsinn seiner Genossen unterstützt. Statt klar und deutlich auszusprechen das er solche leerläufe ablehnt " düselet " dieser sich davor. Mit der Verkehrspolitik von Schwickert werden die leeren Ladenlokale noch weiter zunehmen.


Sepp1

Biel ist ein Abbild von unserer Gesellschaft, in der der Mittelstand langsam verschwindet. Es hat entweder nur noch Ramschläden, oder Luxus-Stores à la Nespresso. Alles dazwischen verschwindet oder ist schon verschwunden.


Biennensis

Die Meldepflicht ist (einmal mehr) ein typischer Bieler-JUSO-Furz! Da lästern Juso/SP/Grüne gegen die bösen Immobilienbesitzer und im gleichen Atemzug wollen sie die Leerräume womöglich zum Nulltarif in Beschlag nehmen. Da passt es natürlich perfekt ins Weltbild der JUSO, dass der Besitzer auch noch für die Betriebskosten, Haftplichversicherung usw. aufkommen sollte... Ich bin der Meinung, dass man dem Leerraumtourismus vorzeitig einen Riegel schieben sollte - Punkt!


Manon des Sources

Ja, die Innenstadt wird attraktiver, wenn leerstehende Ladenlokale belebt werden können. So, so. Ist denn die Innenstadt "noch" attraktiv?? Wer mit dem eigenen PW kommen will, sollte es besser bleiben lassen, bei diesen Parkgebühren!! Kommt dazu, dass man in Biel (und Umgebung) noch nicht gemerkt hat, dass Ladenlokale eine bezahlbare Miete haben sollten, damit sie überleben können. Wenn die Fixkosten die Einnahmen übersteigen, ist ganz schnell Schluss. Auch die Mieter der Klein- und Kleinstläden können nicht nur vom Idealismus und Luft und Liebe leben. Es sind nicht die Grossverteiler, welche den Charme einer Stadt ausmachen. Biel ist definitiv seit Jahren auf dem absteigenden Zweig, nur haben sie's noch nicht bemerkt. Von den Vermietern, egal wie reich sie sind, darf man auch nichts erwarten. Leere Gebäude nutzen? Das sind dann Eintagsfliegen, und die wollen wir auch nicht. Wer dort etwas kauft, kann dann einer Garantie, z.B. auf Geräte, allenfalls nachrennen.


Ritiker K.

Ich sehe keinen vernünftigen Grund, wieso keine Pflicht zur Meldung von Leerraum eingeführt werden sollte. Es muss ja niemand sein Eigentum gegen seinen Willen hergeben.


Nachrichten zu Mitreden »