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Frage der Woche

Soll der A5-Westast in Biel so umgesetzt werden, wie er projektiert ist?

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Soll der A5-Westast in Biel so umgesetzt werden, wie er projektiert ist?





Wie stehen Sie zum geplanten Westast-Autobahnprojekt? Stimmen Sie ab und diskutieren Sie.

Kommentare

wilsch28

@hm: genau, diese Karte, http://goo.gl/PEJVvD (Die Fahrt dauert nur ca. 5 min. länger) ...spricht für sich! - Perfekt ergänzend noch eine Abzweigung Kerzers in die bereits bestehende Bern - Murten - Yverdon Autobahn! WAS WILL MAN MEHR?


Siegfried Gutmann

Gestern waren wir an einer Führung entlang der geplanten Baustelle Westast mit den Initianten des Westastsonicht. Sie war sehr aufschlussreich. Sachlich und unaufgeregt wurden wir über das Bauvorhaben informiert. Bilddokumente des Kantonalen Planungsbüro illustrierten an Ort und Stelle Details und gaben ein eindrückliches Bild der Realisierung. Wir empfehlen eindringlich an einer solchen Führung teilzunehmen. Wenn wir nun gesehen haben, was ein solcher Eingriff ins Stadtgebiet und ins Naherholungsgebiet bedeutet, sind wir zutiefst besorgt. Und gleichzeitig auch entsetzt: Dass es Politiker und Planer gibt, die ein solches Projekt noch heute ernsthaft realisieren wollen! Abgesehen von den unzähligen Bäumen, die gefällt werden, vom einzigartigen Biotop am Jurasüdfuss beim Westausgang der Stadt , das geopfert wird (das zweite wurde bereits zerstört beim Bau der Transjurale in Bözingen), abgesehen vom extremen Baulärm und den Erschütterungen durch die Bohrtechnik, sind wir überzeugt, dass das Projekt keine Verkehrsrpobleme löst, sondern neue verursacht, und zwar zu einem unglaublich hohen Preis. Dass die Bundeskasse sich in Topschieflage befindet, hören wir täglich. Das geplante Projekt wird der teuerste Autobahnabschnitt der Schweiz werden. Ob die budgetierten 2.2 Milliarden reichen, weiss man nicht. Auf jeden Fall ist die Bauweise in diesem Gebiet, in dem das Grundwasser hoch liegt, extrem kostspielig. Man erinnere sich an den Bau des Manor-Gebäudes im Stadtzentrum. Ein halbes Jahr lang war die Baugrube mit Grundwasser gefüllt. Auf einem längeren Abschnitt müsste der Boden für die Bohrung des 4-spurigen Autobahntunnels gefroren werden - ein gigantischer Energieverschleiss. Und eine jahrelange enorme Lärmquelle. Wie sich dies auf das eben neusanierte Gymnasium auswirken wird, ist offen. Der Verkehr der Spezialmaschinen und Lastwagen im Strandboden, der während der geplanten Bauzeit von ca. 15 Jahren gesperrt sein wird, wird gigantisch. Für den Bau und für die riesigen Abstellflächen, die der Bau während 10 - 15 Jahren benötigt, müssten nebst den Bäumen zahllose Häuser abgebrochen werden, die heute von ihren Eigentümern sträflich der Verlotterung preisgegeben werden - niemand will da noch Unterhalt machen, und das kt. Amt für Strassenbau kauft gezielt die Lotterliegenschaften auf, dann müssen sie nämlich nicht enteignet werden. Allein für diesen Zweck stehen dem Amt 300 Millionen Franken zur Verfügung!!! Es ist nicht zu fassen. Da sollen sich noch Spekulanten mit überhöhten Verkaufspreisen bereichern können an diesem unsinnigen Projekt! Das Resultat ist eine seelenlose Betonwüste (man muss sich dazu die visualisierten Bilder des Planungsbüros anschauen!). Auf einer Länge von etwa 2.6 km könnten die Automobilisten 4 - spurig mit 120 km/h fahren können, vorher und nachher hingegen 80 km/h. Anfang und Ende dieser kurzen Strecke bilden 2-Spurflaschenhälse, die das Problem des privaten motorisierten Verkehrs bzw die Staus um ein paar km verlagern. In vielen Städten Europas hat man festgestellt, dass der öffentliche Verkehr ausgebaut und der Autoverkehr eingeschränkt werden muss. Eben hat Paris das rechte Seineufer für den Verkehr gesperrt und den Fussgängern freigegeben. In vielen Städten merkt man, was Lebensqualität bedeutet. Wir können es nicht fassen und nicht akzeptieren, dass «Fachleute» noch heute an diesem veralteten, sinnlosen und zerstörerischen Projekt aus den 50er Jahren festhalten wollen. Schaut Euch die Website des Komitees an www.westastsonicht.ch und geht selbst an die Führungen.


Siegfried Gutmann

Wollen wir diesen „Westast“? Müssen wir uns einlassen auf dieses grössenwahnsinnige Technokraten-Projekt in der Denkweise der 50er Jahre, das eine der schönsten Flächen dieser Stadt zerstören würde? Und das zu einem Preis, der jenseits unseres Vorstellungsvermögens liegt: Zweitausendzweihundert Millionen Franken, dies in einer Zeit, wo überall gespart wird, auf allen Ebenen und meist dort, wo es die Schwachen trifft (davon ausgenommen sind nur die Landwirtschaft, das Militär und – eben! - der Strassenbau...). Da muss doch die ganze Region aufstehen und laut sagen: „Das wollen wir nicht, wir sind nicht bereit, die Zerstörung dieses wertvollen Lebensraums für eine weitere unnötige Förderung der Mobilität einfach in Kauf zu nehmen!“ Wenn sie jetzt kommen und Dir dieses Irrsinnsprojekt aufschwatzen wollen – dann sage NEIN! Diesen Ast wollen wir nicht! Mehr und breitere Strassen schaffen immer noch mehr Strassenverkehr, das Angebot schafft die Nachfrage - das ist eine gesicherte Erfahrung. Es ist also heute schon klar: Dieses Projekt ist keine „Lösung“, es schafft nur neue Probleme. Die Staus, verursacht vor allem durch den Lokalverkehr, zu Spitzenzeiten durch die Autopendler, an Wochenenden und bei schönem Wetter durch einen überbordenden Freizeitautoverkehr, diese Staus würden sich bei Realisierung des Projekt einfach verlagern, halt dorthin, wo es neue „Flaschenhälse“ gäbe, also insbesondere nach Westen, dorthin, wo die Strasse wieder zweispurig verläuft. Bei den Befürwortern des Projektes heisst es, durch die Staus entstünden „der Wirtschaft“ und „dem Gewerbe“ hohe Kosten, ihre Effizienz würde geschädigt. Es stellt sich uns die Frage, ob wir Menschen, die in den betroffenen Stadtteilen leben, diesen hohen Preis in Gestalt massiv sinkender Lebensqualität bezahlen wollen. Lärm und Gestank während einer 10- bis 15-jährigen Bauzeit, Zerstörung der Quartiere, das Seeufer als wichtigen Naherholungsgebiet abgeschnitten von der Stadt, dafür aber später die Immissionen einer Autobahn samt Zufahrten – wollen wir das, damit „Wirtschaft und Gewerbe“ (vermeintlich) geringere Stauzeiten haben? Nebenbei: Würden Technokraten und Wirtschaftskreise rechnen, wie viele Staustunden mit 2'200'000'000.- Franken Investment und jährlichen Unterhaltskosten von 22'000'000.-- Franken „abgegolten“ werden könnten, so bekämen sie alle rote Köpfe... Dabei müssten auch sie wissen, dass sie kein Problem „lösen“, sondern nur verlagern. Dieser Westast zu rekordhohen Kosten – etwa 1'000'000 Franken für einen Meter Strasse - ist ein zerstörerischer Unsinn, den wir jetzt stoppen müssen. Es darf nicht sein, dass unsere Kinder und Enkel uns dereinst zu Recht fragen werden: wie konntet Ihr das nur zulassen? Nichts gegen Visionen oder gegen kreative neue Lösungen und Projekte, die gerade in der innovativen Stadt Biel auf guten Boden fallen. Das hat zB die Expo 02 gezeigt, unter anderem mit einer Holzbrücke über die Seebucht, die zu einem winzigen Bruchteil der Westast-Kosten gebaut (und leider wieder abgebrochen) wurde. Innovationen andenken und realisieren, welche die Stadt und Region nachhaltig attraktiv machen – das ist doch die Zukunft für uns und unsere Nachkommen! Nicht ein Projekt im Denken der 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, als die Autobahnplaner allen Ernstes eine Strasse auf Betonstelzen über den Schüsskanal mitten durch die Stadt führen wollten! Heute geht es darum, Städte möglichst autofrei, menschenfreundlich zu halten und den öffentlichen Verkehr zu stärken. Darum: Nein zum „A5-Westast“! Béatrice Gysin und Sigi Gutmann


Bumerang

Bin ich froh, dass der Ost-Ast nächstes Jahr eröffnet wird! Mit der einzig richtigen Entscheidung, dem Vollanschluss in Orpund und Bözingenfeld. Soll doch Biel Dank den ewigen Verhinderern im Stau ersticken und sich die Blechlawine weiter vom Ost-Anschluss über den Guidon-Müller-Platz bis zur Seevorstadt und vom Bözingenfeld am Jura entlang zum See quälen. Brügg, Orpund und das Bözingenfeld werden jedenfalls entlastet. Biel wird wohl nie folgen.


housi bruegg

Wahltag ist Zahltag! Darum ist leider von den verantwortlichen der Stadt Biel keine Stellungsnahme zu erwarten. Unser mehrheitlich bürgerliches Parlament will (fast) überall auf die Sparbremse treten. Wo bleibt die Opposition gegen dieses grössenwahnsinnige Vorhaben. Der Kostenvoranschlag beim West - astprojekt ist bei ca. 1 000 000 Schweizerfranken pro Meter Neustrasse


horlacher

Boezinger, ruegs: Seit zehn Jahren, mit dem Bau des A5-Ostasts, ist die Schimäre Nordtunnel endgültig erledigt. Jetzt wird mit dem Westast krampfhaft versucht, die A5 wieder auf die Nordseite des Bieler Sees umzulenken. Mitten durchs Zentrum von Biel/Bienne und mit enormem finanziellem Aufwand, jedoch nur als zweispuriger Auto-Strasse, weil für vier Spuren kein Platz da ist.


Boezinger

Da habe ich beinahe einen ausgesprochen interessanten und niveauvollen Blog verpasst. ruegs Beitrag ist sehr überzeugend. Da dreht sich mein Vater im Grabe herum. Bereits als Stadtrat in den 60er Jahren sprach dieser ebenfalls von einer Nordumfahrung…


Greenie

Dieses hirnrissige Westast-Projekt ist die Missgeburt von ewiggestrigen Mobilitätsfreaks, die offenbar in grenzenloser Mobilität und grenzenlosem Wirtschaftswachstum den Sinn des Lebens sehen. Die Zukunft der Mobilität muss starke Verkehrsreduzierung und automatisiertes Fahren mit Zug, Elektroautos und Elektrobussen heissen, damit unsere Lebensqualität und unsere körperliche und geistige Gesundheit nicht in Staub, giftigen Abgasen und Lärm zugrunde geht, grossenteils verursacht von ignoranten getriebenen Menschen auf der Suche nach Spass und Ablenkung. Erste Massnahme gegen das planlose herumfahren: 30 km/h auf dem ganzen Stadtgebiet und Jahreskilometer-Obergrenzen pro Auto/Töff..


wilsch28

@horlacher: ...EXAKT, da war damals 2 x (!) die Manorbau-ÜBERSCHWEMMUNG!!! (eben, Mensch vergisst zu schnell und schaut zu wenig gründlich vorwärts). Merci!


horlacher

wilsch28: Ganz vergessen hat man auch das riesige 10 Meter tiefe Schwimmbecken beim Bau von Manor am Zentralplatz von Biel. Die Einfahrt 'Strandboden liegt unter der Hochwasserzone des Bielersees. Am Hagneckkraftwerk wurde dies berücksichtigt warum nicht am sündteuren 'Centralast' (dem sogenannten Westast). Es wird immer von einer 'Umfahrung' oder dem 'Westast' von Biel geredet. Dies ist eine gewollte Irreführung und Ablenkung vom A5-Umweg mitten durch Biel/Bienne.


Biennensis

@ruegs: Für mein Empfinden liefern Sie mit Abstand das beste Projekt. Sie erklären Ihre Projekt-Geschichte bis ins kleinste Detail! Auch verlieren Sie mit der Süd-Variante durch das angrenzende Grosse Moos kein einziges Wort. Meine Stimme gehört Ihnen!


wilsch28

...denkt doch bitte auch an den unvernünftig, "wässerigen" SEHR TEUREN GYMNASIUMBAU am Strandboden, DER UNTER DEM SEEWASSERSPIEGEL! DIESES DESASTER WÜRDE MIT DEM WESTASTBAU, GARANTIERT ERNEUT GESCHEHEN... ist der Mensch wirklich stehen geblieben, selber nicht entwicklungsfähig, oder schlicht extrem vergesslich?


ruegs

Westast, so nicht - pragmatischer Lösungsansatz: 1. Verzicht auf den Westast und die zwei Riesenlöcher bei Bahnhof und Seevorstadt. 2. Dafür Nord-Tunnel ab Vingelz 2-spurig (Fortsetzung Autobahn 3. Klasse, einfacher Anschluss z.B. ab Hotel Bellevue Tüscherz-Alfermée oder ab Restaurant Gottstatterhaus) bis zum Autobahnanschluss Bözingen. Dadurch Entlastung der Quartiere Vingelz/Seevorstadt, Beaumont und Bözingen vom Autobahnverkehr. Geringere Lärmbelastung und Aufwertung. 3. Schliessung der Ländtestrasse für den Durchgangsverkehr, damit bessere Anbindung der Stadt Biel an den Strandboden. 4. Verhinderung von Schleichwegen von Biel Nord nach Biel Süd (z.B. Viaduktstrasse). Damit wird der Verkehr von Neuenburg/nördliches Seeufer nach Biel Süd (z.B. Nidau etc.) via Autobahn über den neuen Nord-Tunnel via Bözingen/Ostast und Anschluss Brügg geführt (ca. 12 km zusätzliche Fahrstrecke ab Eingang Vingelz, dies ist durchaus zumutbar). 5. Somit Erschliessung der Stadt Biel von Süden her via Anschluss Brügg/Bernstrasse, von Norden her via Bözingen oder Vingelz/Seevorstadt. 6. Anbindung des rechten Seeufers an den Anschluss Brügg via Porttunnel. Grundidee: - Entlastung der Stadt Biel vom Autobahndurchgangsverkehr, vor allem für die Quartiere Seevorstadt/Beaumont und Bözingen. Dies wäre mit dem heute vorgesehenen Westast überhaupt nicht der Fall. - Bessere Anbindung der Stadt Biel an den See (Fussgänger und Velofahrer). - Grobabschätzung Kosten: Der neue Nordtunnel wäre ca. 1/3 so lang wie die zur Diskussion stehende zweite zweispurige Gotthard-Autobahntunnelröhre, also sicher auch nur ca. 1/3 so teuer (dh. ca. 1 bis 1,5 Milliarden Franken - und damit wesentlich günstiger als der heute vorgesehene Westast). Andreas Liechti, dipl.Ing.ETH, Gerolfingen


Ariane Gaffron

Eine Stadt, die ihre Qualitäten in der Zweisprachigkeit sieht, in der kulturellen Vielfalt, eine Stadt, die soziale Begegnung im öffentlichen Raum möglich macht, einem so schönen öffentlichen Raum am See, das ist etwas Besonderes. Eine Stadt, in der die Teilnahme am sozialen Leben nicht vom Geldbeutel abhängt, weil nicht teuerste Restaurants und Hotels die schönen Orte am See okkupiert haben, das ist Biel. Nun soll eine Baustelle entstehen, die diesen Raum über 10-15 Jahre unbrauchbar macht. Eine ganze Kindheit, ein ganzes aktives Rentenalter lang wird das Naherholungsgebiet Strandboden nur über grosse Baustellenbrücken zu erreichen sein. Betonwüsten, Staub und Baulärm, und zahllose Trucks pro Tag werden uns belästigen. In diesen 10-15 Jahren wird der Verkehr und Schwerverkehr durch die Baustelle und Staus ausserhalb der Stosszeiten zunehmen. Die ca. 250 Bäume, die der Baustelle weichen müssen, werden frühestens in 30 Jahren nach Fertigstellung ersetzt sein und schattenspendende Kronen haben. In dieser Zeit möchte ich nicht in Biel leben und die Aussicht auf das fertige Autobahnteilstück lässt auch später kein attraktives Leben und Wohnen am See zu. Die in den Boden versenkten Tonnen Beton sind eine Zumutung für die Natur, riesige Flächen ohne «Luft», Landschaften, so man sie noch so nennen kann, die uns zeigen, dass es nicht mehr um Menschen geht, um Natur geht es schon lange nicht mehr, sondern um technische Machbarkeit, um Bewegung von Menschen und Fahrzeugen, - alles notwendig. Acht Autobahnspuren direkt neben dem Bahnhof: keine Grossstadt würde es wagen diesen Kommunikationsraum einer Stadt abzuschneiden. Das schafft nicht mal Stuttgart, wo die ehemalige Planung den tatsächlichen heutigen Schwierigkeiten keinesfalls mehr entspricht. Budgetüberschreitung? Folgekosten: wessen Problem ist das eigentlich? Aber Polemik beiseite: Die Notwendigkeit über bessere Verkehrsführung nachzudenken, sehen, so scheint es, alle Beteiligten. Grosse Städte, in denen das Problem unlösbar schien, haben «park und ride» eingeführt, haben den öffentlichen Verkehr bis in die Vorstädte rausgezogen, mit häufiger Frequenz zu den Berufszeiten. Der Durchfahrtverkehr soll nach Zählungen in Biel nur 10 Prozent betragen, der hätte dann sogar noch Spielraum nach oben. Die Strassen, die Richtung Neuveville und Lyss wieder einspurig werden, lassen annehmen, dass die A5-Planung nicht den Solothurn- Yverdon Verkehr über die Biel-Achse leiten möchte. Ob es 2040, zur Eröffnung überhaupt noch diese Art von Verkehr gibt? Wahrscheinlich sind wir bis dahin noch nicht weitergekommen und hängen an Projekten aus den 50iger Jahren. So schnell entwickelt sich die Menschheit schliesslich nicht. Und 100 weitere Anmerkungen und Probleme von Abriss bis Sumpfgebiet und Wasserproblematiken, - allzu lange Leserbriefe ermüden beim Lesen und beim Schreiben.


Peter Bohnenblust

Wie so oft wird emotional und mit falschen Fakten Stimmung gemacht. Leider sind unsere Stadtverantwortliche, insbesondere Stadtpräsident Erich Fehr und die Baudirektorin Barbara Schwickert - wohl wegen den anstehenden Wahlen - bisher stumm geblieben. Ich verstehe nicht, warum die Medienverantworlichen nicht diese beiden Personen zur einer Stellung bewegen können, wenn diese nicht von sich aus aktiv werden, was eigentlich ihr Aufträg wäre..... Nur mit einem Westast, wie ihn die Gruppe Stöckli, dies unter Einbezug auch der kritischen Stimmen (!!), vorgeschlagen hat, der dann dem Bundesrat für das generelles Projekt als Grundlage diente, ist eine gute und nachhaltige Lösung für die Zukunft, für unsere nächste Generation, möglich. Mehr dazu können Sie auch dem aktuellen TCS Info 3/16 (Informationsorgan der TCS Sektion Biel/Bienne-Seeland) entnehmen.


Peter Bohnenblust

Wie so oft wird emotional und mit falschen Fakten Stimmung gemacht. Leider sind unsere Stadtverantwortliche, insbesondere Stadtpräsident Erich Fehr und die Baudirektorin Barbara Schwickert - wohl wegen den anstehenden Wahlen - bisher stumm geblieben. Ich verstehe nicht, warum die Medienverantworlichen nicht diese beiden Personen zur einer Stellung bewegen können, wenn diese nicht von sich aus aktiv werden, was eigentlich ihr Aufträg wäre..... Nur mit einem Westast, wie ihn die Gruppe Stöckli, dies unter Einbezug auch der kritischen Stimmen (!!), vorgeschlagen hat, der dann dem Bundesrat für das generelles Projekt als Grundlage diente, ist eine gute und nachhaltige Lösung für die Zukunft, für unsere nächste Generation, möglich. Mehr dazu können Sie auch dem aktuellen TCS Info 3/16 (Informationsorgan der TCS Sektion Biel/Bienne-Seeland) entnehmen.


bettina.cadetg

Die Argumente der Befürworter - Lebensqualität, Verhinderung von Staus, rasche Realisierung und Wirtschaftlichkeit – sprechen nicht für die beiden projektierten Autobahnanschlüsse mitten in der Stadt. Die beiden Anschlüsse verschlechtern nämlich die Lebensqualität der Stadt Biel und ihrer Umgebung nachhaltig. Projektiert als zwei riesige Löcher, fallen ihnen neben zahlreichen Liegenschaften und einem Naturschutzgebiet auch Hunderte von schattenspendenden, grossen Bäumen zum Opfer. Anstatt der gewohnt kühlen Seebrise werden künftig Backofenhitze und Abgase in die Stadt strömen. Es ist auch fraglich, ob mit den überdimensionierten Anschlüssen und dem Mehrverkehr der Autobahn die normalen Staus zu Stosszeiten in Biel verschwinden. Denn Staus werden bekanntermassen durch die Knoten bestimmt und nicht durch die Grösse der Fahrbahn. Gemäss aktualisiertem kantonalem Verkehrsmodell wird der Verkehr mit der Eröffnung des Westastes gerade im Bereich dieser Knoten zunehmen, das heisst in der Seevorstadt, der Alpen-, Badhaus- und Salzhausstrasse. Die Betroffenen und die beschwerdeberechtigten Organisationen werden sich mit Einsprachen gegen die drohende Zerstörung wehren und das verheerende Projekt verzögern oder gar verhindern. Und zu guter Letzt, wirtschaftlich ist dieses Projekt auch nicht. Nicht nur die Baukosten sind unglaublich hoch. Bis zum teuren Rückbau muss es mit jährlich mehr als 20 Millionen von Steuerfranken unterhalten werden. Eine kaputte Seeuferlandschaft und überdimensionierte Verkehrsbauwerke sind keine Rahmenbedingungen für gut unterhaltene und wohnliche Liegenschaften, welche Unternehmungen und Privatpersonen halten oder gar anziehen könnten. Anstatt den Bau der geplanten Autobahnanschlüsse zu unterstützen, sollte die neugierige, innovative und verrückte Stadt Biel es wagen, den Verkehr mit einem städtischen Boulevard entlang dem See bis nach Nidau zu verstetigen, um Staus zu vermeiden. Sie könnte damit die Lebensqualität ihrer Bürgerinnen und Bürger verbessern und es wäre erst noch wirtschaftlicher. Es könnte auch den einen oder die andere ermutigen den Versuch zu wagen vermehrt zu Fuss, mit dem Velo oder dem öffentlichen Verkehr mobil zu sein. Immerhin ist über 80 Prozent des motorisierten Verkehrs in der Stadt Biel hausgemacht...


mu

Wie "horlacher" am 13.9. schrieb: "Der direkte vierspurige Autobahnweg führt unter dem Jaissberg bis Hagneck (mit Anschluss) dann weiter in Halbtieflage (ähnlich entlang des Neueburgersees) bis nach Thielle. Damit wäre das A5-Autobahnnetz vollständig." Man könnte auf die beiden Anschlüsse und die Autobahnabschnitte im Stadtbereich verzichten, die Bernstrasse kann als Zubringerstrecke ins Brüggmoos dienen. Die Linienführung südlich des Bielersees erlaubt eine höherklassige Autobahn mit schnellerem Vorankommen. Und das Nordufer könnte entlastet werden, statt zur Seeautobahn zu werden. Wer's noch nicht gemerkt hat - der Bielersee mit seinem Rebbergufer ist immer noch eine der schönsten und inzwischen raren Landschaften der Schweiz, die nicht kapputtgemacht worden sind.


black08

Direkt durch das Zenrum von Biel, ein mehrstöckiges, offengelegtes Autobahnstück zu planen ist ein unglaublicher Unsinn. Jeder, der an den See spazieren will, muss an dieser Autobahn vorbei. Die Zone am See würde lärmiger und das Naturschutzgebiet beim Pavillon müsste mit Netzen behangen werden. Aus wirtschaftlicher Sicht bringt das der Stadt Null Vorteile, denn wohlhabende Leute wollen nicht in einer solchen Stadt wohnen. Rundherum werden deshalb Autobahnen heute unter den Boden verlegt und Zentren umfahren. Der Wirtschaft schadet dies in keiner Art und Weise! Hingegen schadet es der Wirtschaft, wenn in zu teuere Projekte investiert wird. Soviele Autobahnanschlüsse sind für eine Stadt in der Grösse von Biel zu viel!


Jabba

Na klar, lieber jeden Tag Stau auf der ganzen Achse Tüscherz - Brügg (Beide Fahrtrichtungen). Ist ja viel besser und Umweltfreundlicher für den Strandboden als endlich eine zusammenhängende Autobahn zu haben wo der Verkehr fliesst. Klar gibt es noch Verbesserungspotential, aber der Westast muss gebaut werden. Und mit dem Zubringer Porttunnel sofort beginnen, dann würde sich die Situation in Ipsach merklich bessern.


Biennensis

Der Westast ist eine maximale Fehlplanung ohne Boden! Ich persönlich hätte das Bözingenfeld als zentrale Autobahndrehscheibe gewählt (die besteht ja bereits!) Die Autobahn-Auffahrt in den Jura besteht seit den 70ern. Am gleichen Ort die Autobahn in Richtung Solothurn - seit der Expo.02. In Richtung Bern NEU der Büttenberg- und Längholztunnel mit seinem Anschluss in Brügg. Und in Richtung Neuchâtel ist für mich immer noch die beste und leider auch teuerste Lösung der Altstadttunnel (Bözingenfeld bis Vingelz). Der Altstadttunnel ist übrigens auch die schnellste Verbindung von Biel-Ost nach Biel-West. Wer weiss wieviel der ganze Westast mit seinem Grundwasser (usw.) uns noch kosten wird. Von einer Verschandelung von Biel-City-West mit seinem Strandboden (Naherholungsgebiet) am See ganz zu schweigen.


ruegs

Das Projekt ist völlig überdimensioniert. Zuerst sollte abgewartet werden, wie sich der Ostast nach Eröffnung verkehrsmässig auf die Stadt auswirkt. Erst dann sind weitere, angepasste Schritte (z.B. Autobahn 3. Klasse entsprechend Biel - La Neuveville) sinnvoll. Andreas


horlacher

Die 4-spurige Autobahn endet 200 Meter vor Biel-Bienne-Centre. Danach ist die A5 nur noch 2-spurig bis Biel-Rusel. Bis Neuenstadt ist die A5 mehr oder wenig ein breiter Veloweg. Von Fertigstellung des Autobahnnetzes ist nichts zu sehen. Fast alle Bieler Parteien, einschliesslich der Grünen von Biel und Nidau, wollen für diesen Schildbürgerstreich zweitausend Millionen Franken des Schweizer Volkes verschleudern. Der Umweg von 2,9 km mitten durch Biel ist unnötig. Der direkte vierspurige Autobahnweg führt unter dem Jaissberg bis Hagneck (mit Anschluss) dann weiter in Halbtieflage (ähnlich entlang des Neueburgersees) bis nach Thielle. Damit wäre das A5-Autobahnnetz vollständig. Die Bernstrasse in Nidau könnte zweispurig eingehaust werden mit Unterführung von BTI-Bahn und GuidoMüllerplatz. Zusammen mit dem Bieler Vingelztunnel wären 1,5 Milliarden eingespart. Biel hat ab 2017 vier Autobahnanschlüsse (Reuchenettestrasse, Bözingen, Orpundstrasse, Brüggmoos). Für eine kleine Stadt von 50.000 Einwohner sind diese mehr als genug. Vier weitere Autobahnanschlüsse Nidau-Ipsach (Ersatz durch Hagneck), Biel-Bienne-Centre, Strandboden und Vingelz-Rusel jeweils wenige hundert Meter auseinanderliegend sind eine Zumutung, so etwas würde man heutzutage nicht mehr bauen.


christof

Ich habe vor einigen Wochen die angebotene Stadtwanderung gemacht und war erschrocken, was alles auf die Einwohner von Biel zukommen wird. Der Stranboden wird für eine ganze Kindergeneration geschlossen sein, denn diese Wiese wird eine Ablage für die grosse Baustelle sein. ( wird wohl das Parkcafe zur Kantone umfunktioniert ?? ) und die vielen schönen und weniger schönen Häuser die abgerissen werden ! Ich darf nicht daran denken, was die vielen Mieter und Eigentümer machen werden. Einwohner von BIEL und NIDAU wehrt euch gegen dieses Projekt. SO GEHT ES NICHT ! Die Strasse muss sicher weitergebaut werden, aber es geht sicher auch eine Nummer kleiner. Ca. 1970 als ich frisch nach Biel kam, war das Projekt der Hochstrasse über den Zentralplatz und über die Schüss bis zur Omega. Denkt mal nach, wenn sich damals die Leute nicht gewehrt hätten !!! Dieser Blödsinn würde man in heutiger Zeit sagen.


elie

Wenn man schlau wäre , würde man die Autobahn via Neuchatel über die bestehenden Autobahn Richtung Fravillier ziehen dann neu Richtung Node bis oberhalb Neuville und von dort nach unten nach Neuchatel. Man würde die das gebiet neu beleben( Dank Autobahn Anschluss und es würde nicht so viel Land und Geld kosten wie unten durch. Aber eben ich bin kein studierter.


chwa

Vor 60 Jahren wurde die Planung der Autobahnanschlüsse Biel gestartet. In 20 Jahren soll der letzte Teil fertiggestellt sein. In diesen 80 Jahren hat die Verkehrssituation weltweit ein völlig neues, vor 60 Jahren unvorhersehbares, Ausmass angenommen. Ziemlich plausibel, dass auch in den nächsten Jahrzehnten (momentan teilweise schwer vorstellbare) Veränderungen geschehen werden. Wie kann es da sein, dass bei einem milliardenschweren Bau der Fokus in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft liegt? "Probleme können nicht mit der gleichen Denkweise gelöst werden, mit der sie entstanden sind" (Albert Einstein). Auch auf der Seite des Innocampus Biel steht: "Die Stadt Biel, die grösste zweisprachige Stadt der Schweiz, ist neugierig, mutig, tolerant, offen für verrückte Ideen. Grenzenlose Ambitionen, Kreativität und praktischer Erfindungsreichtum treffen hier aufeinander, inspirieren und beflügeln." Schreiten wir unserem Ruf mit Taten voran!


charlie

Ein solches Autobahnprojekt ist veraltete Verkehrsplanung! Diverse Schweizer Städte leiden heute darunter: Luzern bastelt seit Jahren an ihren Lärmschutzwänden, Neuenburg opferte ihre schönsten Naherholungsflächen und Zürich tut sich schwer mit ihrer Sihlhochstrasse. Mit diesem überdimensionierten Projekt ist sofort absehbar, was auf das Stadtzentrum zukommt: weitere Verkehrszunahme, teure Massnahmen zur Reduktion von Mehrverkehr, Vernachlässigung der Wohn- und Lebensqualität.


Sabine Brenner

Ein offener Autobahnanschluss am schönsten Naherholungsgebiet von Biel, dem Strandboden, und ein offener Autobahnkreisel so gross wie die Altstadt von Nidau unmittelbar hinter dem Bahnhof Biel - das sind keine erstrebenswerten Perspektiven für diese Stadt! Biel müht sich seit Jahren, potente Steuerzahler in die Stadt zu holen, aber die drücken doch auf's Gaspedal und fahren woanders hin, wo's schöner ist!


Nosi

Für mich war es immer logisch, dass Autobahnen Städte verbinden und UM Städte herumführen. In Biel soll nun ein Teil des des Verkehrs einer vierspurige Autobahn mitten in der Stadt aus dem Boden kommen. Und dies soll zu weniger Stau führen? Das kann ich mir nicht vorstellen. Ich finde das Projekt völlig überdimensioniert. Es würde doch völlig reichen den 2-spurigen Verkehr vom Jurasüdfuss plus den Verkehr von der Seevorstadt über eine 2-spurige Unterführung zur Bernstrasse zu bringen. Ähnlich wie die Unterführung Monbijoubrücke - Eigerplatz in Bern.


hm

@wilsch28 ...meine Worte, somit kann dann das gesamte BIelerseeufer zurückgebaut werden. Hier eine Karte: http://goo.gl/PEJVvD (Die Fahrt dauert nur ca. 5 min. länger)


wilsch28

...DER WESTAST IST EIN UNSINN!!! Auf der linken Seeseite (Twann bis Vingelz) ist es topographisch zu eng, geologisch zu unstabil, auf der rechten Seite sucht man nach Umfahrungen (Kerzers Kallnach, Bargen, bis Aarberg, oder Ins bis Ipsach) NOCHMALS: Zwischen Fribourg und Neuenburg (Luftlinie 48 km) stehen 3 (drei) gebaute Autobahnen... und wir murksen eine VeloHalbautobahn (mit bleibenden Radarfallen) am engsten Seeufer! Es ist noch nichts gebaut!!! Von der AMAG Biel/Brügg nach Ins und dann die grosse Auswahl: MURTEN -YVERDON, oder THIELLE - NEUCHATEL/YVERDON!!! Zwischen La Neuveville und Strandboden Biel tummeln sich dann die Leute im Naherholungsgebiet wie verrückt!


Urs Kaenzig

Wichtig ist vor allem, dass die vom Komitee "Westast so nicht" neu ins Spiel gebrachten Varianten (sie wurden von der Arbeitsgruppe "Stöckli" eben nicht geprüft!) mit dem bestehenden Projekt verglichen werden. Konkret: einmal die Variante ohne die beiden Anschlüsse Bahnhof und Strandboden und die Variante "Abklassierung". Denn die Strassen von Lyss nach Biel und jene von Biel nach La Neuveville haben zwei Spuren. Nur der Westast soll zwischen Brüggmoos und Vingelz vier bzw. teilweise sechs Spuren aufweisen.


levinkoller

Diese Umfahrung ist reine Geldverschwendung. Es wäre der teuerste Autobahnabschnitt, der je in der Schweiz gebaut worden wäre, und bringt uns BielerInnen erst noch Mehrverkehr. In Biel sollte die Verkehrsbelastung durch eine intelligente Mobilitätspolitik reduziert werden statt mit diesem Unsinnigen Projekt noch mehr Verkehr in die schon belastete Stadt zu pumpen.


JUSO Bielingue

Entlastung bringt die Autobahn eben gerade nicht, da 90% des Autoverkehrs in Biel hausgemacht ist! Und micht würde ja Wunder nehmen, inwiefern ein Autobahneingang inmitten der Stadt, gleich neben dem Bahnhof, zu merklich weniger Verkehr führen würde.


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