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Frage der Woche

Soll in Biel Leerraum künftig genutzt und belebt werden, wie es die Zwischennutzungsinitiative der Juso fordert?

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Soll in Biel Leerraum künftig genutzt und belebt werden, wie es die Zwischennutzungsinitiative der Juso fordert?





Kommentare

Biennensis

Brennda: Ihre durchaus plausiblen Erklärungen sollten aber nicht als Freibrief (willkommene Einladung) für Chaoten/Hausbesetzer verstanden werden. Beispiele der sogenannten „Zwischennutzung“ hatten wir in der Vergangenheit (Friedweg, Pianofabrik, Gassmann Gebäude, Wydenauweg, Fuchsenried, Bözingenstrasse (Kollektiv „Biotop“), Seevorstadt, Kloosweg, Rest. Bahnhöfli und Rest. Bären Bären in Mett - usw.) mehr als genug. Wer nun denkt, dass sich die Jusos mit einer Ausnahme-Idee (der anständigen Art) sich vom „Saulus zum Paulus“ gewandelt haben, der täuscht sich ganz gewaltig! Nicht zu vergessen: Leerstehende und nicht profitorientierte Objekte sind ersten keine rechtsfreie Räume und zweitens haben auch sie einen Preis. Also nix mit kostenlos wohnen, zumüllen, zerstören, Transparente aufhängen und die Nachbarschaft mit wilden Partys ärgern! Ob die Jungsozialisten (liefern statt immer nur fordern) überhabt soweit denken können, wage ich allerdings zu bezweifeln.


Brennda

Biennensis: das Haus an der Seevorstadt wurde von den Besitzern dem Zerfall preisgegeben. Im Winter wurde nicht geheizt. Damit froren die Heizleitungen zu den Radiatoren ein. Da sich bekanntlich Wasser ausdehnt, wenn es gefriert, sind die Röhren geplatzt. Das wunderschöne alte Parkett ging dabei komplett kaputt, hat sich gehoben und die Räume quasi unbrauchbar gemacht. Die Kälte und Feuchtigkeit haben das Ihre dazu beigetragen. Das Gebäude war schon vor Katapult komplett kaputt! Es wurde viel vorher wegen dem Grundstück zu einem Spekulationsobjekt. Die Preise für Haus mit Grundstück wurden wegen den diversen Handänderungen immer höher getrieben. Heute will anscheinend niemand mehr kaufen, da zu teuer. Hätte der Besitzer das Gebäude einer Zwischennutzung zugeführt, wäre der Garten gepflegt und das Haus auf jeden Fall besser in Stand gefhalten, als es jetzt ist!!


Ritiker K.

Biennensis, setzen Sie sich mit der Idee auseinander und nicht als erstes mit den Personen dahinter um ihren Abwehrreflex zu bedienen. Der Initativtext ist öffentlich auffindbar. Es geht nicht um Hausbesetzungen zu Wohnzwecken, sondern um Zwischennutzungen für nicht profitorientierte Nutzungen. Das kann z.B. der Jodlerverein, die Modelleisenbahngruppe oder die Guggemusig sein.


Biennensis

Was Hausbesetzer genau unter einer Zwischennutzung verstehen, sieht man auf eindrückliche Art und Weise am "LA KATAPULT-ierten" Haus an der Seevorstadt 75! An vordester Front steckt einmal mehr die unglaubwürdige Juso, die kriminelle Hausbesetzer nicht nur unterstützen, sondern auch fördern.


Observador

Mir wird ganz mulmig. Ich bin gleicher Meinung wie Ritiker K. Sollte ich zum Psychiater? Jedenfalls ist eine Zwischennutzung in mehreren Aspekten sinnvoll. Der wichtigste wird selten erwähnt. Die Objekte werden meist aus spekulativen Gründen oder um den Mietpreis zu beeinflussen, gehortet. Es existiert eben kein Markt, sondern die Immohaie definieren die Preise selbst und so hoch wie es bis zur Schmerzgrenze geht. Die Mieten gehen so gut wie nie runter -und wenn, dann nur minim. Die Immohaie ziehen es vor, Objekte jahrelang nicht zu vermieten, statt mit der Miete runter zu gehen, weil sie wissen, dass dadurch plötzlich der Markt funktionieren würde und eine Abwärtsspirale bei den massloss überteuerten Miete würde einsetzen. Um dies zu verhindern, sitzen die Immohaie lieber auf ihren Objekten. Sie verlieren dann zwar am einzelnen Objekt, machen durch ihre Absprachen untereinander, eben dieses Verhalten zu zeigen, monstruöse Gewinne. Die Immohaie kennen auch viele Tricks, wie sie auch aus Brachen viel Geld schlagen. Man kann dann nach oben korrigierfe Steuerabzüge geltend machen, um riesige Gewinne an anderen Orten arm zu rechnen etc. Ein paar gefaked Rechnungen und ein gutes Timing und schon bringt viel ein, was eigentlich nichts einbringt. Die Maschen und Tricks hierzu werden nur intern weiterverbreitet, wir Naivlinge bekommen nichts mit von dieser hohen Schule der Subventionen von den Armen zu den Reichen. Zwischennutzungen sind aber auch sinnvoll der Nutzung allein wegen. Einige Spielregeln sind einzuhalten, so etwa dass man nicht das ganze Haus mit hässlichen Malereien verschmiert und alles kaputt macht. Eine Zwischennutzung kann sogar werterhaltend wirken und durchaus im Interesse des seriösen Eigentümers sein. Bei einem leeren Haus bleiben die Scheiben nicht lange heil. Schwierig wird es mit Villen, die vielleicht leerstehen, weil die Erben nicht wissen, was sie damit machen sollen. Da sollte natürlich der Eigentümer etwas zu sagen haben. Allgemein bei Häusern mit persönlichem Bezug sollte der Eigentümer entscheiden, also etwa bei noch möblierten Einfamilienhäusern und Villen. Aber sicher nicht bei Mietshäusern oder Häused , die seit 30 Jahren leerstehen. Ein Beispiel könnte hier Frankreich sein. Vernünftige Lösungen können sicher gefunden werden. Boden ist eben nicht vermeidbar und Häuser sind keine Gummibärchen. Steigt die Nachfrage nach Gummibärchen, so steigen kurzfristig zwar die Preise, das bringt aber sofort neue Produktionskapazitäten auf den Markt, die die Preise wieder ins Gleichgewicht bringen. Bei Häusern kann nicht beliebig produziert werden. Es braucht folglich strenge Regeln.


Biennensis

Leben und am Leben lassen: Jeder Liegenschaftsbesitzer sollte über seine "leeren" Räumlichkeiten selbst entscheiden können und dürfen. PS: Wer seine Räumlichkeiten nicht gewinnbringend nutzt, der hat selbst ein Problem!


Ritiker K.

Aber sicher doch. Was macht mehr Sinn als ungenutzten Raum zu nutzen?


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