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Projekt «Nordachse», Abstimmung in Biel vom 1. Juni

Wie soll ich mich da entscheiden?

Unglaublich, wie scheinheilig die Stadt Biel in ihrer Botschaft über das Projekt «Nordachse» berichtet. Verschiedene Anliegen werden in eine einzige Abstimmungsfrage gepackt. Wie soll ich mich als Stimmbürgerin für Ja oder Nein entscheiden, wenn die Abstimmungsvorlage zwei Themen, die nichts miteinander zu tun haben, enthält. Hat die Stadt Angst davor, ihr jüngstes Projekt zur Verkehrsoptimierung der Transitachse würde scheitern, wenn sie es nicht an die so dringend notwendige Sanierung des Schüsskanals koppelt?<br>Ich stolpere über Schönrederei. Nach intensiver Auseinandersetzung mit Projektplänen fällt mir auf, dass die südseitige Allee sehr wohl von den Baumassnahmen betroffen ist. Zwar bleibt sie in ihrer Eigenart erhalten, doch verschiedene Bäume stehen dem Bauvorhaben im Weg und müssen weg! Nicht besser sieht es auf der nördlichen Strassenseite aus. Dem Trottoir fällt ein Teil des schönen Baumbestands zum Opfer. Die grüne Oase im Stadtzentrum wird massiv verkleinert.<br>Mir ist unverständlich, wie das Trottoir sicherer sein soll als der Weg, der dank Grünzone und Zaun von der Strasse zurückversetzt zum Spazieren und Verweilen einlädt. Mit der Schliessung des bestehenden Fusswegs verschwindet auch die Sicherheit, besonders diejenige von Kindern! Und als Radfahrerin werde ich mich weiterhin davor hüten, während der Stosszeiten in der Seevorstadt unterwegs zu sein. Ein Fahrradstreifen entschärft meines Erachtens die Gefährlichkeit nicht im Geringsten. Eingeklemmt zwischen Randstein und 40-Tonnen-Laster bleibt Velofahren zu risikoreich.<br><span style="font-weight: bold;">Christa Thomke, Biel</span>

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