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Die Heimreise

8. Tag (12.7.08): Das letzte Frühstück, die Unterkunft aufräumen und die Heimreise antreten stand am letzten Tag des Musiklagers Seeland auf dem Programm.

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Am Morgen war wie gewöhnlich um 8.00 Uhr Tagwache. Da die meisten den Koffer schon am Freitag gepackt hatten, waren die Zimmer sehr schnell leer. Noch vor dem Frühstück mussten wir unser Gepäck nach unten bringen. Dann durften wir noch schnell etwas essen, bevor das grosse Putzen begann. Alle Lagerteilnehmer, bis auf die Verletzen waren in Gruppen eingeteilt. In diesen Gruppen putzten wir das ganze Haus. Ich war in der Küche eingeteilt. Wir schrubbten uns die Finger wund, doch schlussendlich war alles sauber.

Und schon kamen die Busse, die uns nach Port befördern sollten. Alle stürmten gleichzeitig los. Wir ergatterten Plätze im hintersten Teil und richteten uns ein. Bis wir abfahren konnten verging noch ein Weilchen, und als dann auch der Hausplatz gewischt war ging es los. Die Fahrt war am Anfang etwas kurvig und ich bekam Druck auf die Ohren. Doch wie die Kurven verschwand auch der Druck bald wieder. Es war sehr ruhig, denn so ziemlich alle holten noch Schlaf nach. Wir fuhren also bequem eingerichtet dem Weg entlang nach Port. Die Fahrt dauerte zwei Stunden und so kamen wir um Punkt 12 in Port an.

Wir luden unser Gepäck aus und durften uns in den Garderoben der Mehrzweckhalle einrichten. Dann gab es Mittagessen. Kartoffelsalat und Würstchen waren herzlich willkommen nach so einer Fahrt. Wir genossen die Mahlzeit und konnten dann eine kleine pause machen. Für unsere Jüngsten ging es um 13.45 weiter. Sie spielten sich ein und machten eine erste Stellprobe auf der Bühne. Dann spielten sie ihre Lieder ein letztes Mal durch und konnten wieder Pause machen. Die “Wundertäter” Christoph und Lou machten einen Soundcheck und flitzen über die Bühne. (Sie zwei moderierten unser Konzert und verzierten es mit musikalischen und magischen Kunsstückchen.) Dasselbe machten auch die A- Band und die B-Band. Wir verbesserten die letzten Fehler und räumten die Bühne wieder.

Nervosität steigt
Als wir endlich fertig waren war schon fast 17.00 Uhr. Noch schnell einmal den Aufmarsch üben und dann gab es Nachtessen. Wie die Zeit verging! Jetzt waren es noch knappe zwei Stunden und man spürte schon die erste Nervosität aufkommen. Wir genossen den Früchtekuchen und durften dann duschen gehen. Nach dem Nachtessen konnten wir auch unser T-Shirt abholen gehen. Wir nahmen also das T-Shirt mit und nach einer langen, wohltuenden Dusche zogen wir uns an und putzten uns raus für unseren grossen Auftritt. Sehr schnell wurde es 18.00 Uhr und die Spender und Gönner wurden zu einem Apèro empfangen. Tja und dann kamen bereits die ersten Zuhörer. Die Stimmung war immer noch toll, eben eine richtige Lagerstimmung.

Gäste kamen in Scharen
Die Gäste kamen in Scharen und die vorher noch leere Halle füllte sich im Nu. Wir waren alle glücklich, als Mami & Papi kamen und wir sie endlich wieder in die Arme schliessen konnten. Tanten, Onkel, Grosis und viele andere kamen, um uns zu hören. Auch Mario Bürki, der Komponist von unserem Jubiläumsstück kam. An der Bar wurden die letzten Bestellungen aufgegeben und schon begann unser Konzert. Mit dem Einmarsch klappte alles tiptop. In drei Reihen standen wir nun alle vor der Bühne und man konnte uns in unseren schönen T-Shirts ein ersts Mal bewundern. =)

Gegenseitig untersützt
Wir gingen zurück und die C-Band machte sich bereit. Wir “Grossen” gingen auf die Empore und unterstützen unsere kleinen Freunde kräftig. Sie spielten echt super!  Bevor die B-Band ihr Gelerntes darbieten konnte wurde Theo Martin geehrt. Er ist nämlich seit 20 Jahren im Lager! 20 Jahre sind eine lange Zeit und was er alles gemacht hat, ist wirklich ehrenhaft. Mit einem tosenden Applaus und einer Welle bedankten wir uns ganz herzlich bei ihm. Dann wie gesagt, zeigte die B-Band ihr Bestes. Auch sie legten eine Topleistung hin. Nachdem sie zum Abschluss mit der C-Band gemeinsam noch gespielt hatten, gab es eine kurze Pause. Und jetzt hieß es für uns einspielen und stimmen. Wir richteten unsere Instrumente und beseitigten noch die letzen Uneinigkeiten. Ich war ziemlich nervös, aber das bin ich immer. Als wir alle auf der Bühne Platz genommen hatten zog sich der Vorhang auf und es ging los. Wir spielten unsere Stücke gut, und das absolute Highlight war natürlich unser Jubiläumsstück “Jambo Africa”.

Ich mag dieses Stück so gerne und ich glaube, man sah uns die Freude richtig an. Mario Bürki bekam einen Ehrenplatz mitten vor der Bühne und konnte so die Uraufführung seines Stückes in vollen Zügen geniessen. Das Stück gefiel anscheinend auch dem Publikum und so erhielten wir einen Riesenapplaus. Wir spielten die anderen, auch sehr tollen Stücke plus zwei Zugaben und dann hatten wir es definitiv geschafft. Das Konzert war absolute spitze! Wir verließen die Bühne, holten unsere Koffer und gingen nach unten. Jetzt waren wir eigentlich entlassen. Und die Gefühle waren gemischt. Einerseits froh, über das tolle Konzert und um endlich wieder nach Hause zu gehen, aber andererseits auch traurig. Der Abschied von den anderen fiel schwer, doch schlussendlich verliessen alle den Konzertsaal mit einem Lächeln und mit Vorfreude aufs nächste Mula.

Alexandra Schwab



Stichwörter: Musiklager Seeland

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