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Das Ende

Schon stand der Samstag vor der Tür. Kaum zu glauben wie schnell die Woche jetzt vorbeigegangen war.

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Schon am Freitagabend mussten wir unsere Koffer packen und sie am Samstag gleich mit hinunterhieven, als das Zmorge parat war. Wir assen noch einmal gemütlich an unseren mittlerweile schon fast Stammtischen, bevor wir um 09:00 Uhr zu unseren Ämtli antreten mussten.

Eine kleine Gruppe war schon um 08:30 Uhr losgefahren. Sie mussten nach Port, um dort Tische und Stühle aufzustellen. Wir anderen putzten das Haus in Broc. Noch nie in meinen 4 Lagern musste ich die Toiletten putzen, doch dieses Jahr sollte es mir  anders ergehen. Schon als Wochenämtli bekam ich diesen Job und als ich sah, dass ich am Samstag noch einmal Toiletten putzen musste bekam ich fast die Krise. Alles in allem waren wir aber sehr schnell fertig und hinterliessen das Haus blitzblank.

Als dann endlich die Cars kamen, stürmten alle auf den armen Chauffeur zu. Nachdem dieser unser Gepäck eingeladen hatte durften auch wir einsteigen. Wir fuhren los und schwupp, wurde es still. So mancher holte ein Stündchen Schlaf, das in der letzten Nacht verloren gegangen war auf. Mir selbst ging es genau so. Ich habe nur kurz die Augen geschlossen und schon rief jemand: „Jupii, wir sind da!“. Und tatsächlich, die Fahrt war wie im Nu vergangen.

Nun waren wir also schon in Port, das Ende des Lagers kam immer näher. Doch von dieser Tatsache liessen sich wenige beeindrucken. Es war weiterhin eine fröhliche, wenn auch etwas müde Stimmung. Wir schleppten unsere Koffer in die Garderoben und gingen nach unten, um unsere knurrenden Bäuche mit Wienerli zu stopfen. Kurz danach begannen die ersten Stellproben. Alles verlief wunderbar und mit Zuversicht und viel Freude erwarteten wir nun all das Konzert.

Ab 16:00 Uhr hatten wir Freizeit. Zeit zum duschen und zum spielen, bis es schliesslich um 17:00 Uhr den traditionellen Kuchen als Znacht gab. Mein Bauch war nach dem Essen so voll mit Kuchen und Aufregung, dass ich mich draussen noch ein Minütchen in die Sonne legte. Es war herrlich bei diesem Sonnenschein noch einmal an alles zu denken, was wir in einer einzigen Woche gelernt und erlebt hatten. Dann kam ich jedoch leicht in Stress, da ich die weisse Bluse, die fürs Konzert obligatorisch war zu Hause vergessen hatte. Ein kurzes Telefon nach Hause und die Sache war erledigt. Doch schon bald kamen die ersten Eltern und Grosseltern, Tanten und Onkel. Es war ein sehr herzliches Wiedersehen. Auch meine Mama kam bald und rettete mich in letzter Sekunde, indem sie mir die Bluse in die Hand drückte.

Frisch umgezogen stand ich mit den anderen draussen. Wir mussten unser schönstes Lächeln fürs Gruppenfoto aufsetzen und nachdem Theo Martin jedem einzelnen viel Glück und Spass gewünscht hatte, nahmen alle ihren Platz ein. Bevor wir das Konzert starteten sangen wir alle gemeinsam einen Kanon. Dann huschte die C-Band auf die Bühne und wir älteren auf die Empore. Um 19:00 Uhr begann das Konzert und ich muss sagen, wir hatten selten eine so tolle C-Band wie dieses Jahr. Ihr Konzert war wirklich spitze. Auch die B-Band legte einen super Auftritt hin. Ich konnte mich kaum still halten. Dann kam die Pause, dass hiess für uns ab auf die Bühne. Nun war ich mächtig aufgeregt, ich meine da draussen sitzen so viele Leute. Viel Zeit zum Angst haben hatte ich aber nicht mehr. Der Vorhang ging auf, Theo trat vor uns und los ging es.

Unsere Stücke verliefen problemlos, es war einfach genial. Die Lieder spiegelten alles, was wir in dieser Woche erlebt hatten und schon wurde ich wehmütig. Das letzte Stück war ein voller Erfolg und ein perfekter Abschluss. Die Leute klatschten und dieses Gefühl, das ich hatte als ich auf der Bühne stand ist unbeschreiblich. Und dann war das Ende gekommen. Nach ausgiebiger und zum Teil tränenreicher Verabschiedung packten wir unsere Koffer und mit einem letzten Blick zurück gingen wir nach Hause, in freudiger Erwartung auf das nächste Musiklager.

Alexandra Schwab
Stichwörter: Musiklager Seeland

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