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Leserbeitrag

1. Mai-Tannli im Seeland

Ein uralter Brauch hat immer noch Bestand: In der Nacht auf den 1. Mai wird das 1. Mai-Tannli gestellt und zwar nicht wie in früheren Zeiten für die heiratsfähigen Töchter in den ländlichen Gegenden, sondern von Jünglingen für die frisch aus der Schule gekommenen jungen Frauen.

  • 1/5 Leserfotos: Heidi Schafroth
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Wie hier in Jens werden die Vornamen auf dem mit Bändern geschmückten Tannli aufgeführt und von den Beschenkten wird erwartet, dass sie die Jünglinge zu einem selbst zubereiteten Nachtessen einladen.

Viele Bewohner in Jens nehmen in der Nacht vorher kleinere Gartengegenstände hinein oder binden sie zusammen, denn auch solche werden mitgenommen und auf dem Dorfplatz wie ein Kunstwerk um das 1. Mai-Tannli plaziert.

Da gibt es Tische, Stülhle, Pflanzen, Türvorlagen und Giesskannen in jeder Menge, die später von den Besitzern selbst wieder abgeholt werden müssen.

Viele Städter kennen diesen Brauch überhaupt nicht mehr, da er nur auf dem Lande vorkommt.

Fotos und Text: Heidi Schafroth
 

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