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Ein Tribut an die Leidenschaft

Auf den Tag genau könnte der Vater und Begründer des europäischen Jazz, Jean Baptiste «Django» Reinhardt, heute seinen hundertsten Geburtstag begehen, wäre er 1953 nicht einem Schlaganfall erlegen.

Ein Tribut an die Leidenschaft
(sc) «Generation Django» ist ein Tribut an die Leidenschaft und den Variantenreichtum eines Genres, wie es von Reinhardt geprägt wurde. Er ist der Gründer des «Manouche»; eines Stils, der die Improvisation und die Spiritualität ins Zentrum setzt. Djangos Lebenswerk ist die Mischung aus dem New-Orleans-Jazz der 20erJahre, dem französischen Walzer und der traditionellen Spielweise der Roma. Das Resultat: Ein Gypsy-Swing, der neben der jazzgemässen Rhythmik durch Akkordeffekte und Stimmungen gekennzeichnet ist. Djangos Musik hat zahllose Junggitarristen inspiriert. Allen voran Biréli Lagrène, der die Tradition des «maître» ins neue Jahrtausend geführt und dazu beigetragen hat, dass Regisseure wie Woody Allen sie auch in ihre Filme gestreut haben. Zum Beispiel in «Sweet and Lowdown», einem Film über das Leben des fiktiven Jazzgitarristen Emmet Ray. Kurz und gut: «Generation Django» beinhaltet Arrangements von namhaften Musikern unserer Zeit, die sich an Djangos Lebenswerk orientieren, und dessen Stücke heute noch Schule machen. Sie sind Bestandteil unseres kulturellen Erbes.

Info: Various Artists: «Generation Django» (Dreyfus)
Stichwörter: CD-Tipp