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Transformers: Revenge of the Fallen

Die «Transformers» sind zurück auf der Leinwand und lassen es wieder krachen. Leider wenig überzeugend.

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Sam Witwicky (Shia LaBoeuf) ist ein Teenager wie jeder andere, wenn da nicht seine Bekanntschaft mit einer ausserirdischen Roboterrasse wäre, den sogenannten Transformers. Diese können sich in Lastwagen, Sportautos oder Flugzeuge verwandeln, um sich so vor den Menschen zu verstecken.
Vor zwei Jahren verhalf Sam den guten Autobots zum Sieg über die bösen Decepticons und eroberte so ganz nebenbei das Herz der umwerfenden Mikaela (Megan Fox). Nun hofft er, sein Leben ganz normal weiterführen zu können, doch schon an seinem ersten Tag am College plagen ihn seltsame Visionen. Schnell wird klar, dass dahinter nur die Decepticons stecken können und Sam erneut der Schlüssel zur Rettung der Welt darstellt.
Währenddessen haben sich die Autobots unter der Leitung ihres Anführers Optimus Prime mit einer Spezialeinheit des amerikanischen Militärs zusammengetan und beschützen die Menschheit insgeheim vor den verbliebenen Decepticons – nichtsahnend, dass diese eine grossangelegte Racheaktion planen.
Regisseur Michael Bay («Armageddon», «Pearl Harbor») ist bekannt für grosse Explosionen, ausufernde Action und Amerikaflaggen in Grossaufnahme. Mit der Fortsetzung zu «Transformers» – dem Megablockbuster aus dem Jahr 2007 – konnte er aus dem Vollen schöpfen: Gerüchten zufolge standen ihm nicht weniger als 200 (!) Millionen Dollar zur Verfügung, um Hasbros Spielzeugroboter erneut auf die Leinwand zu bringen. Und mit dieser Unsumme Geld sollte es eigentlich kein Problem sein, dem an und für sich tollen Vorgänger noch eins draufzusetzen.
Doch einmal mehr zeigt sich, dass Geld nicht alles ist und man mit tollen Effekten auch nicht über eine kaum vorhandene Story hinwegtäuschen kann. Dies wäre nur halb so schlimm, wenn der Film nicht ganze zweieinhalb Stunden dauern würde und damit gut 40 Minuten zu lang wäre. Die Geduld des Zuschauers wird so auf eine harte Probe gestellt.
Leider schiesst auch der Humor, der im ersten Teil noch für einige Auflockerungen sorgte, weit über das Ziel heraus. Warum fühlt sich ein kleiner Transformer zur Hauptdarstellerin hingezogen und reibt sich an ihrem Bein? Warum verfügt der Devastator, der grosse Zerstörerroboter, über zwei riesige männliche Geschlechtsmerkmale zwischen seinen Beinen? Diese sexuellen Anspielungen sorgen nicht für Schenkelklopfer, sondern für Kopfschüttler. Auch zwei Neuzuzüge bei den Autobots zerren stark an den Nerven, wenn diese sich mit übertriebenem Ghettoslang gegenseitig beleidigen.
Technisch kann sich der Film hingegen sehen lassen. Wenn sich mehrere Riesenroboter in der ägyptischen Wüste die Metallschädel einschlagen, freut sich das Kind im Manne – sogar wenn die Übersicht abhanden kommt. Auch die Soundeffekte, das Design und die Verwandlungen der Roboter sind weiterhin eine Klasse für sich. Und die Darsteller machen ihre Sache nicht schlecht, wenn auch die Rolle von Megan Fox arg auf das Sexsymbol reduziert wird. Wer räkelt sich schon in Hotpants auf einem Motorrad, um dieses zu reinigen?
«Transformers – Revenge of the Fallen» ist weit davon entfernt, ein guter Film zu sein und trotzdem wird er sein Publikum finden. Männliche Teenager haben noch beim x-ten Mal Freude, wenn sich die knapp bekleidete Megan Fox in Zeitlupe vor einer weiteren Explosion retten muss.

Info: In den Kinos Apollo und Lido 2, Biel; auch in Lyss.

Yannik Leibacher
Stichwörter: Filmkritik

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