In der Fortsetzung, in der wiederum Guillermo Del Toro Regie führte, will ein Prinz aus der Unterwelt mi t der Hilfe einer sagenumwobenen Goldenen Armee, die sich nur mit einer bestimmten Königskrone steuern lässt, die Menschheit auslöschen, um endlich d afür zu sorgen, dass die Unterwelt und die darin hausenden Kreaturen wieder über das Angesicht der Erde wandern. Dumm nur, dass die Krone in mehrere Stücke geteilt wurde und seine eigene Zwillingsschwester sich gegen den Bruder auflehnt.
Während sich Hellboy (liebenswert: Ron Perlman) gerade mit seiner Freundin in eine Beziehungskrise manövriert, sich gleichzeitig der Öffentlichkeit und der Presse stellt und auch noch einen neuen Partner (ein Rauchwesen aus Deutschland mit dem Namen Johann Krauss!) erhält, muss der Antiheld wieder mal zähneknirschend die Welt retten.
«Hellboy 2» ist eines der wenigen Sequels, das den Vorgänger punkto Inhalt und Optik in den Schatten stellt. Die Charaktere erhielten mehr Tiefe, die Geschichte ist intensiver, das Setdesign atemberaubend detailverliebt und die sarkastischen Dialoge sind köstlich. Auch wenn es im Film um Leben oder Tod geht, die Figuren nehmen sich nicht ernst und lassen ständig lockere Sprüche vom Stapel oder bringen sich selbst in verzwickt peinliche Situationen.
Auch tricktechnisch geht der Film eigene Wege. Statt wie bei der Konkurrenz rein auf digitale Spezialeffekte zu setzen, verwendeten die Filmemacher die altmodische, fast schon in Vergessenheit geratene Puppen-Tricktechnik, um die vielen Fantasiewesen realistischer darzustellen. Comic- und Fantasie-Fans sollten diese Fortsetzung nicht verpassen und können jetzt schon in Vorfreude weilen, denn Hellboy soll in einem dritten Teil in die Kinos zurückkehren.
Simon Dick
- Zum Verfassen von Kommentaren bitte Anmelden oder Registrieren.





