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The Expendables

Mit «The Expendables» reanimiert Sylvester Stallone erfolgreich das Brachial-Actionkino der 80er- und frühen 90er-Jahre. Seine Fans freuts.

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Hollywood hat sich in seiner Retro-Manie in den letzten Jahren viel zu oft an Remakes geklammert. Sylvester Stallone geht bei «The Expendables» einen anderen Weg. Nicht die Geschichte wird recyclet, sondern eher ein ganzes Genre und dazu gleich seine prägnantesten Darsteller.
Stallone spielt Barney Ross, den Anführer der titelgebenden Söldnertruppe, die in einem südamerikanischen Kleinstaat den tyrannischen Diktator General Garza stürzen sollen.
Die tat- und schlagkräftige Unterstützung kommt dabei von Messerexperte Lee Christmas (Jason Statham), Nahkampfkönner Yin Yang (Jet Li), Sprengstoffspezialist Toll Road (Randy Couture), Waffennarr Hale Caesar (Terry Crews) und vom psychisch labilen Scharfschützen Gunnar Jensen (Dolph Lundgren).
Inmitten von diesem Kampfgeschwader geht Sandra, die Tochter des bösen Generals, fast unter. Sie hilft den «Expendables» (die Verzichtbaren) als Informantin. Doch bald stellt sich heraus, dass der Diktator und seine Schergen nicht die einzigen Übeltäter sind…Sylvester Stallone ist kein schlechter Schauspieler. Aber zu grosser Form läuft er definitv erst auf, wenn er im Regiestuhl sitzt.
Die Teile zwei bis vier der Rocky-Serie gehen auf sein Konto wie auch der Tanzfilmklassiker «Stayin’ Alive» (1983) mit John Travolta. Und mit dem sechsten und letzten Teil der «Rocky»-Reihe verhalf er dem «Italian Stallion» zu einem würdigen Abschluss.
Vor zwei Jahren setzte Stallone in punkto Härte im Kino neue Massstäbe, als er zum vierten Mal als John Rambo in Aktion trat – vor und hinter der Kamera.
Mit «The Expendables» inszeniert er nun eine brachiale, aber sehr unterhaltsame Hommage an die testosterongeschwängerten Bodybuilder-Actionkracher der 80er- und frühen 90er Jahre. Neben Jason Statham, Jet Li und dem schwedischen Action-Hünen Dolph Lundgren (dessen heutigen B-Filme nur dann wirklich etwas wert sind, wenn er sie, wie Stallone, selber inszeniert) fungieren in weiteren mehr oder weniger ironisch angelegten Rollen Eric Roberts, «Stone Cold» Steve Austin oder Mickey Rourke.  Hinzu kommen die beiden lang angekündigten Cameo-Auftritte von «Mr. Die Hard» Bruce Willis und «Gouvernator» Arnold Schwarzenegger.
Die beiden veranstalten zusammen mit Stallone ein Gipfeltreffen der harten Kino-Jungs, bei dem das Herz jedes langjährigen Fans gehörig höher schlagen dürfte – augenzwinkernder Humor mit eingeschlossen.Wenn Muskeln und Blei auf der Leinwand den Takt angeben, bleibt in den allermeisten Fällen für eine intelligente Handlung wenig Platz.
Dies ist auch bei «The Expendables» nicht anders. Stallone versteht es jeoch blendend, diese Tatsache dank pyrotechnischen Höchstleistungen, waghalsigen Stunts und haufenweise cooler Macho-Sprüche geschickt unter den Teppich zu wischen.
Also: Wer die 80er-Jahre und das damalige Harte-Männer-Actionkino mochte, wird hier vollumfänglich mit neuer Qualitätsware bedient, auch wenn der ersten Hälfte des Films ein wenig der letzte Schmiss fehlt .

Info: Im Kino Beluga, Biel. Auch in Lyss und Grenchen.

Roger Duft
Stichwörter: Filmkritik

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