
(Heidi Flückiger) Ausgangspunkt im Theaterstück «Jetz chunnts ned guet!» ist das heruntergekommene Restaurant Krone mit Gartenwirtschaft beim Dorfplatz von Wirt Sepp Stadler (gespielt von Peter Stucki). Stadler bemüht sich, das Restaurant wieder auf Kurs zu bringen. Weil er aber nicht von Anfang an mit offenen Karten spielt, vermutet der Dorfpolizist Emil Ötterli (Kurt Burkhalter), dass der Wirt mit verbotenen Glücksspielen und Geldwäscherei zu tun haben könnte.
Ebenfalls am Rande des Dorfplatzes befinden sich die Metzgerei von Karl und Senta Sieber (Peter Burkhalter und Käthi Guggisberg) sowie die Bäckerei von Rolf und Rosa Unger (Markus Meier und Ariane Blunschi). Wer so nahe beieinander lebt und arbeitet, dem bleibt kaum etwas verborgen. Schon gar nicht die Techtelmechtel des Metzger- und des Bäckermeisters, die sich mit der fitnesstüchtigen Serviertochter Bea Heller (Esther Schneider) und der ebenso sportlichen Köchin Gabi Renfer (Melanie Stucki) anzubahnen scheinen.
Die Männer spielen regelrecht verrückt und halten sich bald mehr beim Jassen in der Beiz sowie bei Fitnesstrainings im Wald zusammen mit den jungen Damen auf als in ihren Betrieben. Das bringt ihre Gattinnen gehörig auf die Palme. Die lassen sich das verrückte Spiel um den zweiten Frühling ihrer Männer nicht ohne zurückzuschlagen gefallen. In die bereits turbulente Situation mischt sich auch noch die Gesundheitskommissarin Frieda Felber (Therese Sahli und Käthi Egli wechseln sich gegenseitig ab) ein.
Selbstständiger Verein
Irma Schwarz führt seit 15 Jahren bei den Bühnentheatern dieses Vereins Regie. Bei deren Freilichtspielen ist sie zusammen mit der Theater-Regisseurin und Mitglied der Liebhaberbühne Biel Esther Aeberhard in der Funktion als Regieassistentin tätig.
Irma Schwarz lebte die Entwicklung des Porter Theatervereins von Anfang an mit. Zuerst war dieser Verein eine Untergruppe der Trachtengruppe, die heuer ihr 30-Jahr-Jubiläum feiert. «Die Gründung als eigenständiger Theaterverein kam erst im Jahre 2005 im Rahmen des Freilichtspiels «Schacher Sepp» zustande», so Markus Meier, Gründungsmitglied und Präsident. Markus Meier wirkt beim Theaterverein Port seit dem Jahr 2000 mit.
Die Vorstellungen des Theatervereins geniessen in der Öffentlichkeit ein gutes Ansehen. Das hat sich seit deren Freilichtspielen «Käserei in der Vehfreude» (im Jahr 2000), «Schacher-Sepp» (2005) und «Heimisbach» (2010) noch gesteigert.
Die Porter Trachtengruppe und der Porter Theaterverein haben sich auch nach der Verselbstständigung des Theatervereins nie aus den Augen verloren. Sie treten jeweils am «Bunten Trachtenabend» zusammen vor Publikum und haben die Theaterpremiere von «Jetz chunnts ned guet!» am 3. Dezember 2011 gemeinsam gemeistert. Beat Stauffer, der Präsident der Trachtengruppe und zugleich Mitglied des Porter Theatervereins, betritt bei den Theatervorstellungen jeweils als Ansager die Bühne.
Neues und Traditionelles
«Da die Premiere bereits mehr als einen Monat zurückliegt, müssen wir wieder intensiv üben», sagt Irma Schwarz. Das nächste Aufführungsdatum von «Jetz chunnts ned guet!» ist am Samstag. Dann steht der Theaterverein am Nachmittag um 14 Uhr für die Porter Senioren (nicht öffentlich) und am Abend um 20 Uhr für die Öffentlichkeit mit «Jetz chunnts ned guet!» vor Publikum. Die Nachmittagsvorstellung hat Tradition und wird jeweils vom Porter Frauenverein organisiert. Neu eingeführt wurde dieses Jahr die öffentliche Familienvorstellung am Samstag, 28. Januar, 14 Uhr (weitere Aufführungsdaten siehe Box).
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