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Konzert

Klassische Vielfalt zur Weihnachtszeit

Das Bieler Kammerorchester widmet sich in seinem vorweihnächtlichen Konzert in der Stadtkirche Biel heiteren und besinnlichen Melodien von Pepusch, Bach und Krommer.

Jean Sidler übernimmt den Part der Solo-Violine. Bild: zvg

bi. Ursprünglich entstand das Bieler Kammerorchester (BKO) – wie auch das Sinfonieorchester Biel (SOB) – aus dem Stadtorchester Biel. 1969 wurden die Musikliebhaber und die Berufsmusiker getrennt. Die Liebhaber bildeten das Kammerorchester, das sich in den vergangenen 30 Jahren einen hervorragenden Ruf erarbeitet hat und mit seinen ansprechenden Konzerten eine wachsende Zuhörerschaft erfreut.
Am Sonntag treten die 30 Musikerinnen und Musiker in der Bieler Stadtkirche mit folgenden Werken auf: die Ouvertüre zur Bettleroper – «The Beggar’s Opera» – von Johann Christoph Pepusch (geboren 1667). Einfache musikalische Mittel zeichnen dieses Werk aus. Die Ouvertüre ist ein vierstimmiger Satz im typisch französischen Tanzstil. Interessant ist, dass in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts Bertolt Brecht die Geschichte von John Gay für seine Dreigroschenoper verwendete und Kurt Weill, der die Musik dazu schrieb, von Pepuschs Bettleroper den «Morgenchoral des Peachum» übernahm.
Das Konzert für Violine und Oboe von Johann Sebastian Bach (geboren 1685): Es ist dies eine Rekonstruktion eines verschollenen Solokonzerts für zwei Cembali, das Bach nebst einer Fülle von Instrumentalmusik in seiner Leipziger Zeit für das Ensemble «Collegium musicum» schrieb.
Die Sinfonie in D-dur op. 40 von Franz Krommer (geboren 1759 in Kamenitz/Moravien). Krommer erhielt seine Ausbildung durch seinen Onkel, arbeitete in Wien und Ungarn, bereiste schliesslich als kaiserlicher Kammertürhüter mit Franz I. ganz Europa, bevor er Kapellmeister und Hofkomponist wurde. Die Leitung des BKO hat Beda Mast inne. Er ist Mitglied des SOB. Sein Solistendiplom als Querflötist erwarb er an der Musikakademie Basel unter Peter-Lukas Graf.
Jean Sidler entdeckte schon früh seine Zuneigung zur Geige. Seine Ausbildung genoss er am Pariser Konservatorium, wo er mit dem ersten Preis für Violine und Kammermusik abschloss. In Bachs Konzert übernimmt er den Part der Solo-Violine, wobei er sich eines Barockbogens bedient. Damit verleiht er die diesem Werk eigene Lebhaftigkeit und Kraft. Solo-Oboist ist Thierry Jéquier. Seine Ausbildung erhielt er am Conservatoire de musique de Genève, wo er auch sein Lehr- und Konzertdiplom erwarb. Beide Solisten sind Mitglieder des SOB.
Info: Sonntag, 18. Dezember, 17 Uhr, Stadtkirche Biel.

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