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Und dass die neuen Ideen und deren Umsetzung ankommen, beweisen die zahlreichen Besucher und Besucherinnen, welche jeweils aus ganz Europa in das kleine Seeländer Dorf Studen anreisen, um sich die Tiere anzuschauen und die neuen Unterhaltungsmöglichkeiten zu benützen.
Anlagen laufend anpassen
«Im letzten Jahr waren es mehr als 120 000 Besucher» sagt Steiner stolz. Er erzählt weiter, dass seit der grossen Umstrukturierung im Jahr 2004/2005 jedes Jahr während der Winterpause (November bis Februar) am Erscheinungsbild des Seeteufels gearbeitet werde. Tieranlagen werden angepasst und vergrössert, neue Kinderspielgeräte aufgestellt und angeschafft. Zuletzt wurde eine Riesen-Kletterburg für über 100 000 Franken für die kleinsten Besucher in Betrieb genommen. Das Ponyreiten wurde in den hinteren Bereich des Tierparks verlegt und erweitert. «Als vollkommen selbsttragender Familienbetrieb sind wir vermutlich noch die einzigen Betreiber eines Tier- und Erlebnisparkes dieser Grössenordnung in der Schweiz», stellt Steiner fest. Da müsse man eben schon ein wenig anders rechnen als ein Betrieb, welcher von Subventionen und Gönnern unterstützt werde. Am Ende des Jahres bleibe nicht viel in der Kasse übrig und dies werde sogleich wieder investiert. Besitzer und «Big Boss» sei immer noch sein Vater Bruno Steiner, stellt Stefan Steiner klar.
Aquarien aus SBB-Wagen
In den 50er-Jahren tauchte Hugo Steiner leidenschaftlich gerne im südfranzösischen Mittelmeer. Seine Vision, selbst gefangene Meerestiere, darunter farbenfrohe Fische, Seeigel, Seesterne sowie Krustentiere wie Langusten und Bärenkrebse dem Schweizer Volk zu präsentieren, wurde bald einmal Realität. Mit zwei zu Aquarien umgebauten SBB-Waggons, zog er mit Kind und Kegel und seiner Meertierschau von einer Stadt zu anderen.
Das Interesse der Bevölkerung war enorm. Gespannt lauschten jeweils Kinder und Erwachsene seinen spannenden Vorträgen über Meeresbewohner. Nach einigen Jahren fand die rollende Meertierschau im Keller des Elternhauses im Studen-Grien einen neuen Platz. Hugo Steiner gab aber seine Tauchreisen an das Mittelmeer nicht auf und brachte immer neue Fische und Krustentiere in das Aquarium in Studen.
Bei einem dieser Tauchgänge stiess er auf einen Raubfisch mit dem Namen Seeteufel. Es gelang ihm, den etwa einen Meter langen Seeteufel zu erbeuten. Steiner war damals so angetan von dem faszinierenden Fisch, dass er beschloss, seinem zukünftigen Lebenswerk den Namen «Seeteufel» zu verleihen. Er gliederte 1960 seiner Meertierausstellung eine 30-plätzige Café-Bar an.
Zur Meertierschau gesellten sich bald Schlangen und Krokodile, Kragenbären und Affen. Das Areal wurde ständig durch zusätzlichen Landkauf vergrössert. Um auch die kleinsten Besucher zu unterhalten, realisierte man ein Kinderparadies mit vielen Vergnügungsmöglichkeiten.
Die Nachkommen des Gründers Hugo Steiner, Sohn Bruno und Enkel Stefan, haben den einstigen Zoo in einen Tier- und Erlebnispark umgewandelt. Die Anlagen beherbergen mehr als doppelt so viele Tierarten wie in den 70er-Jahren, über 50 Arten aus allen Erdteilen bevölkern nun den Tierpark.
Theresia Nobs
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