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Barockmusik unter dem Weihnachtsbaum

Am Sonntag findet in der Zwinglikirche in Bözingen ein Weihnachtskonzert statt. Auf dem Programm stehen drei Meisterwerke des Barock.

dan. Am Weihnachtstag wartet Daniel Andres mit befreundeten Musikern wiederum mit einem festlichen Konzert in der Zwinglikirche Bözingen auf. Der Sigrist Fritz Schütz schmückt die Kirche mit einem riesigen Tannenbaum und echten Kerzen. Daneben führen hervorragende Musiker aus Biel und Bern (der Solo-Cellist des Berner Sinfonieorchesters, Constantin Negoïta, gehört dazu) seit etlichen Jahren Konzerte der Barockmeister Bach, Händel, Vivaldi, Telemann und anderer auf.

Dieses Jahr heissen die Solisten Peter Wirz, Flöte, langjähriger Solo-Flötist des Bieler Sinfonieorchesters, Ionut-Daniel Stanciù, erster Geiger im Sinfonieorchester, und Daniel Andres, Cembalo, seit mehr als zwei Jahrzehnten Hauptorganist der Zwinglikirche.

«Avec plusieurs instruments»

Sie führen zwei Tripelkonzerte, das heisst Konzerte mit drei Soloinstrumenten von Johann Sebastian Bach auf, die der spätere Thomaskantor von Leipzig schrieb, als er Hofmusiker beim musikbegeisterten Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen war. Dort hatte er in der Hofkapelle ausgezeichnete Musiker zur Verfügung und alle Freiheiten. Hätte sich der Fürst nicht nach 1722 – manche behaupten unter dem Einfluss seiner Frau – von der Musik abgewendet, wäre Bach wohl dort geblieben, statt sich in Leipzig zu bewerben, und die Musikgeschichte wäre anders verlaufen. Hier schrieb nämlich Bach ausschliesslich weltliche Werke, Instrumentalkonzerte, Suiten, Cembalowerke (so das «Wohltemperierte Klavier»), Sonaten, Partiten und Suiten für Violine und Violoncello.

Und auch die sechs Brandenburgischen Konzerte, ursprünglich mit dem Titel «Six Concerts avec plusieurs Instruments». Das fünfte davon hat Flöte, Violine und Cembalo als Solo-Instrumente und gilt mitunter auch als erstes Solo-Konzert für Cembalo oder Klavier überhaupt. Vielleicht hat er schon vorher das Tripelkonzert in a-moll verfasst, das die gleiche Besetzung aufweist, aber eine Bearbeitung eines älteren Cembalowerks ist, dem er so um 1740 noch eine Transkription eines Orgeltrios als Mittelsatz einfügte.

Die Konzerte für mehrere Instrumente waren im Barock beliebt, und auch Georg Philipp Telemann schrieb eine grössere Anzahl solcher Werke.

Aus der «Tafelmusik 1»

Von ihm erklingt aus der «Tafelmusik 1» das Concerto für Flöte, Violine, Violoncello und Streicher in A-Dur. Das Cello, welches hier auch solistisch eingesetzt ist, wird von Constantin Negoïta gespielt, sekundiert am Kontrabass von Paul Gössi. Weitere Musikerinnen aus dem Sinfonieorchester bilden das kleine Instrumentalensemble, das von Daniel Andres vom Cembalo aus geleitet wird.

Im Anschluss an das Weihnachtskonzert gibt es jeweils Glühwein und Weihnachtsguetzli für alle. Das Konzert ist für jedermann, insbesondere auch für Familien gedacht.
"Zum Konzert"

Info: Sonntag, 25. Dezember, 17 Uhr, Zwinglikirche Bözingen (Hintergasse): Weihnachtskonzert mit Peter Wirz, Flöte, Ionut-Daniel Stanciù, Violine, Daniel Andres, Cembalo, Instrumentalensemble. Eintritt frei. Kollekte. (dan)

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