Gamekritik 08.02.10 14:36 Galerie

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«Medieval Games»: Verstaubtes Mittelalter

Und wieder gibt es eine Minispiel-Sammlung. Nach kurzer Spielzeit fragt man sich jedoch, wer eine solch simple Ansammlung eigentlich noch braucht. MIT WETTBEWERB

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TEST VON SIMON DICK

Rund 30 Minispiele, welche sich alle dem Mittelalter-Thema annehmen, wollen bestritten werden. Zur Auswahl stehen zu Beginn verschiedene Charaktere wie ein reizendes Burgfräulein, ein stählerner Ritter oder ein Hofnarr. Hat man eine passende Figur gewählt, kann es gleich mit den Minispielen losgehen. So müssen Kürbisse mit einer Armbrust abgeschossen, Pferderennen ausgetragen oder Katapulte bedient werden, um feindliche Gegner auszuschalten.

Stupides «Herumfuchteln»
Obwohl es viele Minispiele gibt, die sich äusserlich unterscheiden, fällt dem geschulten Gamer schnell auf, dass sich viele zu sehr ähneln und hier ein Inhaltsrecygling stattgefunden hat. Von den Minispielen gibt es zudem nur eine Handvoll, die wirklich Spass machen, der Rest ist nicht unterhaltsam oder schlicht nicht steuerbar. Betrachtet man die Konkurrenz, ist dieser Titel im untersten Bereich anzusiedeln. Zudem artet das Spielen öfters in ein stupides «Herumfuchteln» aus. Auch die KI ist unausgegoren. Zu oft ist der Schwierigkeitsgrad für ein Minispiel viel zu hoch. Das verärgert vor allem Anfänger und Kinder, die gegen die Computer-Gegner nicht ankommen.

Fazit: Potential verschenkt
Selten war eine Minispielsammlung so langweilig und trist. Eine anständige Technik wird hier ebenfalls schrecklich vermisst. Das Spiel hinterlässt einen lieblosen und schnell produzierten Eindruck. Die Idee das Mittelalter als Hintergrundthema für eine Ansammlung von Minispielen zu gebrauchen ist originell, doch die Umsetzung lässt zu wünschen übrig und das Potential wurde verschenkt.

Positiv aufgefallen:
- Origineller Hintergrund
- Ein paar spassige Spiele sind vorhanden

Negativ aufgefallen:
- Inhaltsrecycling
- Die Mehrheit macht keinen Spass
- Viele Minispiele sind kaum steuerbar
- Stupides «Herumfuchteln»
- KI für Anfänger viel zu happig
- Triste Grafik und Animationen
- Minimalistische Soundeffekte und Musik

Spielspass: 3.5 von 10 Punkten

Erhältlich für Nintendo Wii
Freigegeben ab 6 Jahren


Wettbewerb:
Das Bieler Tagblatt verlost zwei Games für die Wii. Wer ein Spiel gewinnen möchte, schickt eine Email mit dem Betreff „Medieval“ an internet@bielertagblatt.ch.

Name, Vorname und genaue Postanschrift nicht vergessen. Einsendeschluss ist am Montag, 15. Februar 2010. Die Gewinner werden hier auf der Webseite bekannt gegeben.

Viel Glück!



Links:
«Endless Ocean 2: Der Ruf des Meeres»: Zurücklehnen und abtauchen
«Dark Void»: Über den Wolken




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Danke Gianni! Ganz grosses Kino.