Swatch mit weniger Gewinn

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(sda) Der weltgrösste Uhrenkonzern Swatch hat im vergangenen Jahr weniger verdient. Der Gewinn sank um 8,9 Prozent auf 763 Mio. Franken. Für das laufende Jahr ist Swatch zuversichtlich. Seit Dezember haben die Verkäufe wieder deutlich angezogen.
Der Start ins neue Jahr sei gelungen, teilte Swatch am Dienstag mit. Die Umsatzzahlen für den Januar entsprächen dem zweitbesten Monat Januar in der Geschichte der Gruppe.
Wie Swatch bereits vor drei Wochen mitteilte, sank der Umsatz im vergangenen Jahr um 8,1 Prozent auf 5,42 Mrd. Franken. Dennoch sieht sich Swatch als Krisengewinnerin. Denn im vergangenen Jahr brachen die gesamten Exporte der Schweizer Uhrenindustrie um 22,3 Prozent ein.
Das bedeute, dass Swatch seine Marktanteile praktisch in allen Preissegmenten und Märkten erhöht habe, teilte die Nummer 1 der Uhrenbranche mit.
Wie das Unternehmen weiter mitteilte, soll der ehemalige Nationalbank-Präsident Jean-Pierre Roth in den Verwaltungsrat des Konzerns gewählt werden. Auch Swatch-Chef Georges Nicolas Hayek wird für die Zuwahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen.
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(sda) Der Gewinn sank um 8,9 Prozent auf 763 Mio. Franken, wie Swatch am
Dienstag mitteilte. Neu soll der frühere Nationalbank-Präsident
Jean-Pierre Roth in den Verwaltungsrat des Konzerns einziehen.
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Die Pressemitteilung der Swatch Group:
Im Anschluss an die am 20. Januar 2010 publizierten Umsatzzahlen werden nun die wichtigsten (nicht revidierten) Kennzahlen für den Konzern präsentiert. Auf diese Vorabinformation folgt an der auf den 11. März 2010 angesetzten Pressekonferenz die Verteilung und Besprechung des detaillierten Geschäftsberichts.
• Der Konzern-Bruttoumsatz von CHF 5 421 Mio entspricht einem Rückgang auf vergleichbarer Basis (ohne die Devestitionen 2008 von Sokymat und Michel) von -6.3% zu konstanten Wechselkursen und von insgesamt -8.1% gegenüber dem Rekordjahr 2008.
• Die Umsätze im Uhrensegment mit einem Rückgang zu konstanten Wechselkursen von -5.5% übertreffen die Exportzahlen des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie (-22.3% im Jahr 2009) bei weitem, das heisst Marktanteilsgewinne in praktisch allen Preissegmenten und Märkten.
• Der Betriebsgewinn beläuft sich auf CHF 903 Mio oder 17.6% des Nettoumsatzes (gegenüber 21.2% im Jahr 2008), mit einer sehr starken Performance im zweiten Halbjahr (EBIT-Marge von über 20%) trotz Fremdwährungsverlusten in Höhe von CHF 105 Mio gegenüber 2008.
• Der Reingewinn beträgt CHF 763 Mio., -8.9% unter der Marke von 2008, mit 14.8% zum Nettoumsatz genau gleich hoch wie im Vorjahr.
• Substantielles Eigenkapital von CHF 6 Mrd bzw. 77.6% der Bilanzsumme (gegenüber 75.3% im Vorjahr).
• Dividendenvorschlag für 2009: CHF 0.80 pro Namenaktie, CHF 4.00 pro Inhaberaktie.
• Der Verwaltungsrat schlägt der Generalversammlung, neben der Wiederwahl der bestehenden Mitglieder, die Zuwahl von Jean-Pierre Roth und Georges Nicolas Hayek als neue Verwaltungsratsmitglieder vor.
• Guter Start ins Jahr 2010, mit Januarverkäufen entsprechend dem zweitbesten Monat Januar in der Geschichte der Gruppe, und ausgezeichnete Aussichten für das restliche Jahr.
Überblick Gesamtkonzern
Die Swatch Group hat in diesem herausfordernden, von der weltweiten Rezession geprägten Jahr 2009 einen Bruttoumsatz von CHF 5 421 Mio erzielt. Dies entspricht einem Rückgang von -6.3% auf vergleichbarer Basis (zu konstanten Wechselkursen und ohne die im Vorjahr getätigten Devestitionen von Sokymat und Michel) gegenüber dem Rekordjahr 2008. Diese Leistung ist wesentlich besser als die vom Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie publizierten Exportzahlen (-22.3% im Jahr 2009). Das heisst, dass der Konzern einmal mehr seine Marktanteile in praktisch allen Preissegmenten und Märkten erhöht hat. Die Fremdwährungen beeinträchtigten den Umsatz um CHF 105 Mio oder -1.8%, dies hauptsächlich in der zweiten Jahreshälfte 2009. Der Dezember 2009 war durch einen äusserst positiven Umsatztrend im Uhrensegment (+28.8% gegenüber Dezember 2008) und klaren Anzeichen einer Marktnormalisierung geprägt.
Nach einem vorübergehenden Rückgang im ersten Halbjahr 2009 verbesserte sich die operative Marge in der zweiten Jahreshälfte deutlich und erreichte auf Jahresbasis 17.6% (21.2% im 2008). Haupttreiber war das Uhrensegment, das eine äusserst überzeugende operative Marge erzielte. Angesichts der Tatsache, dass sich die Devisenkurse und der Preis des Goldes – eines wichtigen Rohstoffs für die Uhrenproduktion der Gruppe – ungünstig für uns entwickelt haben, ist dieses Ergebnis sehr positiv zu werten. Ausserdem hat die Gruppe die Arbeitsplätze ihrer Mitarbeitenden erhalten, hohe Marketingaktivitäten weitergeführt und die Investitionsausgaben auf einem sehr hohen Niveau gehalten.
Der Konzerngewinn sank um 8.9% auf CHF 763 Mio (gegenüber CHF 838 Mio im Vorjahr). Die Reingewinnmarge belief sich auf 14.8% und egalisierte somit das Niveau von 2008. Die Gruppe verfügt nach wie vor über eine solide Bilanz. So verbesserte sich die Eigenkapitalquote von 75.3% im Vorjahr auf 77.6% per 31. Dezember 2009. Ausserdem erhöhte sich die Cash-Position deutlich. Die durchschnittliche Eigenkapitalrendite betrug bemerkenswerte 13.3%.
Der Verwaltungsrat der Swatch Group wird der Generalversammlung am 12. Mai 2010 die folgende Dividende für 2009 vorschlagen: CHF 0.80 pro Namenaktie und CHF 4.00 pro Inhaberaktie. Zudem werden der Generalversammlung, neben der geplanten Wiederwahl der aktuellen Mitglieder, Jean-Pierre Roth, ehemaliger Präsident des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank, sowie Georges Nicolas Hayek, CEO der Gruppe, zur Zuwahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen.
Ausblick 2010
Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung sind sehr zuversichtlich, dass die Gruppe im Jahr 2010 weiteres organisches Umsatzwachstum und Margenverbesserungen erzielen wird. Die Hauptgründe für diesen positiven Ausblick sind der ausgezeichnete Jahresauftakt 2010, die höheren Bestellungseingänge sowie das sich weltweit verbessernde Wirtschaftsumfeld und Marktvertrauen. Ausserdem stellen die Positionierung der Gruppe in allen Marktsegmenten und die breite geografische Präsenz wichtige Erfolgsfaktoren in der Uhrenindustrie dar. Dank der soliden Bilanz und der verbesserten Fähigkeit zur Generierung von Cashflow wird die Gruppe sogar gestärkt aus der Finanzkrise hervorgehen.
Omegas Rolle als offizielle Zeitmesserin an den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver, die Ende dieser Woche beginnen, ist einer von vielen positiven Faktoren, die den Umsatz im Jahr 2010 ankurbeln werden. Ein weiterer Meilenstein für die Gruppe ist die Eröffnung des Swatch Art Peace Hotels Mitte 2010 während der Weltausstellung in Schanghai. Um weitere Marktanteile zu gewinnen und ihre weltweite Präsenz zu stärken, wird die Gruppe zudem interessante Opportunitäten in verschiedenen Märkten nutzen.
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