Schweizer Bierkonsum trotz Krise stabil
In einem Jahr ohne Fussball-Grossereignis wird in der Schweiz nicht weniger Bier gezapft: Die Brauereien setzten im Braujahr 2008/09 (per Ende September) mit 4,48 Mio. Hektolitern praktisch gleich viel des Gerstensafts ab wie im Vorjahr (-0,1 Prozent).Weiterlesen
| Reklame |
Bild: Keystone
"Das Wetter beeinflusst den Bierkonsum stark", erklärte Verbandsdirektor Marcel Kreber auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. "Gute Monate schlagen sich sofort positiv im Ergebnis nieder."
Die Konsumentinnen und Konsumenten griffen verstärkt nach ausländischen Marken: Importierte Biere machten 20,5 Prozent des Marktes aus (Vorjahr 19,2 Prozent).
Der Anteil des im Inland produzierten Biers sank von 80,8 auf 79,5 Prozent. Ein Rolle spielen könnte bei diesem anhaltenden Trend die Bierwerbung im Fernsehen, die Schweizer Brauereien zurzeit noch verwehrt ist, vermutet Kreber.
Möglicherweise bevorzugten zurzeit auch viele Bierliebhaber wegen der schlechten Wirtschaftslage günstigere Importbiere. Einen Einfluss haben könnte laut dem Direktor auch die vielen Zuzüger aus EU-Ländern, wenn sie ihren heimatlichen Gebräuen treu blieben.
Exportieren konnten die Schweizer Brauereien im vergangenen Braujahr deutlich weniger, die Ausfuhren sanken um über ein Viertel auf 51'594 Hektoliter. Allerdings entspricht dies lediglich 1,4 Prozent der inländischen Produktion.
Nächsten Sommer wird während der Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika viel Bier durch Schweizer Zapfsäulen fliessen. Wenn das Wetter mitspiele, dürfte dieser Effekt zu spüren sein, sagt Marcel Kreber, wenn auch nicht sehr stark. "Der Bierkonsum hat sich in der Schweiz bei 55 bis 58 Liter pro Kopf eingependelt."
senden drucken zurück
Diesen Artikel kommentieren(0)
Dieser Artikel kann als E-Mail verschickt werden.
Weitere Artikel aus dem Ressort Wirtschaft
