Silber für Nathalie Komagata

Bilder: zvg.
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Auf die Frage, wie es sich anfühle, vielleicht den allerletzten Wettkampf überhaupt geturnt zu haben, meint sie: «Ich bin unglaublich stolz und sehr zufrieden mit meiner Leistung und meiner Entwicklung über das ganze Jahr. Die Ball- und die Bandübung an einer Schweizer Meisterschaft beinahe perfekt zu turnen ist ein wunderbares Gefühl.» So sieht es auch Trainerin Christel Crevoiserat: «Wir haben das Ziel ‹Podest› erreicht und können sehr zufrieden sein. Zudem erhielt Nathalie in allen Übungen die beste E-Note in ihrer Kategorie, das heisst sie turnte am saubersten und genausten.»
Komagata trainierte dieses Jahr nur sechs Stunden in der Woche, da ist ihre Genauigkeit umso bemerkenswerter. Diese hohe Note in der Ausführung wirkte sich auch auf die Gesamtnote aus. Den ersten Rang zu erreichen war dieses Jahr unmöglich, jedoch verkürzte Komagata ihren Rückstand auf die Siegerin Sonia Kleinmann im Vergleich zum Halbfinale stark und liess die drittplatzierte Schanika Mohn deutlich hinter sich.
«Es ist aufgegangen»
Noch viel wichtiger als der Rang und die Medaillen ist für Komagata das Gefühl während eines Auftrittes. «Ich habe alles gegeben, was in mir steckte, und tanzte einfach meine Übungen. So war ich viel entspannter, als wenn ich dauernd an die Medaillen gedacht hätte. Und es ist aufgegangen», freut sie sich.
Weniger aufgegangen ist es einigen Gymnastinnen des Regionalen Leistungszentrums Bern unter der Leitung von Ioulia Ioudina. Einige konnten zwar ihre Ziele erreichen, andere mussten aber Enttäuschungen hinnehmen. Nachdem die Gruppe mit Anja Böninger, Anne Tardent, Gioia Simon, Anja Werthmüller und Julia Wils am Samstag noch den fünften Zwischenrang belegte, turnte sie am Sonntag ihre Übung synchroner und kam am Schluss auf Platz vier.
Erfreulich für Anja Böninger, welche neben Anne Tardent und Gioia Simon auch als Einzelgymnastin startete, war der Einzug in den Seil-Final. Im normalen Wettkampf sind die Juniorinnen in drei Alterskategorien aufgeteilt. An den Schweizer Meisterschaften bestreiten dann die acht besten des jeweiligen Gerätes von allen Juniorinnen zusammen die Gerätefinals.
«Nicht mehr wegstecken»
Böninger turnte eine saubere Seilübung und konnte sich so für den Seil-Final am Abend qualifizieren. Im Finale selber unterliefen ihr mehrere Fehler, und sie konnte die gute Ausgangslage nicht nutzen. Laut Trainerin Ioudina liessen sich sowohl Anja Böninger wie auch Anne Tardent von den ersten Noten beeinflussen. «Anja wollte nach ihrer guten Seilübung einfach zu viel und es unterliefen ihr in jeder weiteren Übung mehr Fehler. Bei Anne war es umgekehrt: Sie war nach der ersten sehr streng bewerteten Übung enttäuscht und konnte dies in den weiteren Durchgängen nicht mehr wegstecken.»
Für Rachel Moor war es die erste Schweizer Meisterschaft überhaupt. Das Anfang Saison erklärte Ziel, eine gute Darbietung im Halbfinale zu zeigen, war mit dem Finaleinzug bereits überschritten. «Rachel setzte sich selber unter Druck. Aber ich bin, angesichts der starken Konkurrenz, sehr zufrieden mit dem fünften Rang», meint Ioudina. Weniger zufrieden ist sie mit Gioia Simon, welche einen Podestplatz «einfach verspielte».
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