UBS 18.03.10 07:46 Galerie

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Aktionäre sollen Ospel und Co. Entlastung erteilen

Bei der UBS sollen die Manager und Verwaltungsräte der Ära Ospel nun auch von den Aktionären aus der Verantwortung entlassen werden.

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(sda) Dies beantragt die Grossbank der Generalversammlung vom 14. April.

Neben der Entlastung für das abgelaufene Geschäftsjahr sollen die Aktionäre auch die aufgeschobenen Dechargen für die Geschäftsjahre 2007 und 2008 erteilt werden, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Einladung zur GV zu entnehmen ist.

Folgen die Aktionäre diesem Antrag, wären auch die früheren Führungskräfte Marcel Ospel, Peter Kurer, Peter Wuffli und Marcel Rohner wegen ihrer Rolle bei der Beinahe-Pleite der Bank aus dem Schneider.

Keine Klagen

Die neue Führung der Grossbank um Konzernchef Oswald Grübel und Verwaltungsratspräsident Kaspar Villiger hatte bereits im Dezember angekündigt, sie werde ihr Ex-Management nicht einklagen. Mit dem Schlussstrich will die Bank auch eine jahrelange Negativpublizität verhindern.

Der Entscheid betrifft nicht nur den rechtlichen Schlamassel in den USA, sondern auch die minderwertigen US-Wertpapiere, welche die UBS in grossem Umfang in der Bilanz hatte. Diese Subprime-Papiere machten die Rettungsaktion der Eidgenossenschaft für die UBS nötig.

Auch für die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich gab es nach achtmonatiger Untersuchung keinen Verdacht auf ein strafbares Verhalten nach Schweizer Recht. Ohne neue Erkenntnisse werde keine Strafuntersuchung eröffnet. Sie wies auch zwei Strafanzeigen der Sozialdemokratischen Partei zurück, die den UBS-Managern ungetreue Geschäftsbesorgung und Gehilfenschaft zum Steuerbetrug vorwarf.

Hängig ist noch die umstrittene Einsetzung einer Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) über die Umstände der Rettung der UBS. Viele Parlamentarier wollen den Bericht der Geschäftsprüfungskommission abwarten, ehe über die Einsetzung einer PUK entschieden wird.

Wechsel im Verwaltungsrat

Im aktuellen Verwaltungsrat der UBS kommt es zu wenig Änderungen. Wie angekündigt soll Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber von den Aktionären in das Aufsichtsgremium gewählt werden.

UBS will Lufthansa-Chef Mayrhuber in den Verwaltungsrat holen. Fiat-Chef Sergio Marchionne und Shell-Chef Peter Voser verzichten dagegen bekanntermassen auf eine Wiederwahl. Damit wären elf der maximal zwölf Sitze im Verwaltungsrat besetzt.

Die UBS wollte gemäss früheren Angaben «zu gegebener Zeit» die Nomination zur Besetzung der letzten Vakanz verkünden. Traktandiert ist ferner die Schaffung von bedingtem Kapital von maximal 38 Mio. Franken.


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