"Gott hilft"-Schulheime unter der Lupe
In den Schulheimen der Stiftung "Gott hilft" in Appenzell und in Graubünden ist es seit 2003 zu etwa fünf Vorfällen unter Jugendlichen gekommen. Die Stiftungsleitung beteuert, alle Übergriffe den Behörden gemeldet zu haben. Man habe nichts vertuscht.Weiterlesen
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Seit 2003 ist es in den "Gott hilft"-Heimen zu einer "Hand voll" gewalttätiger oder sexueller Übergriffen gekommen, wie Martin Bässler, Leiter der pädagogischen Betriebe, ausführte. Betroffen gewesen seien alle Heime der Stiftung, drei in Graubünden und eines im appenzellischen Herisau.
Alle Vorfälle seien zwischen den Kindern und Jugendlichen passiert. Es habe bis auf eine "ausgerutschte Hand" keine Übergriffe durch Pädagogen gegeben, betonte Stiftungsleiter Daniel Zindel. In allen Fällen seien die zuständigen Ämter, die Jugendanwaltschaft und die Opferhilfestelle eingeschaltet und die Eltern oder Beistände der involvierten Heimbewohner informiert worden.
"In unseren Heimen leben Kinder mit Karrieren in Gewalt, Sucht oder Sex. Wenn sie zu uns kommen, werden sie nicht plötzlich zu Lämmern", sagte Zindel. Übergriffe könnten daher vorkommen. Man dürfe die Problematik aber nicht bagatellisieren.
Aus der Sicht der Schulleitung hält sich die Anzahl der Vorfälle aber "absolut im Rahmen" der Realität in Heimen für Jugendliche mit traumatischer Vorgeschichte.
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