Tierschützer protestieren gegen Wal-Massaker
Um die 50 Nichtregierungsorganisationen haben in Genf gegen die "Massaker an Walen und Delfinen" protestiert. Rund 2000 Wale und 20'000 Delfine würden jährlich von Fischern aus Japan, Norwegen, Island, Grönland und von den Faröer-Inseln getötet.Weiterlesen
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"Dieses Problem ist schwerwiegend: Nicht nur die Spezies ist gefährdet. Die Tiere müssen bei den Massakern auch schlimme Qualen erleiden", sagte Philippe Roch, der ehemalige Direktor des Bundesamts für Umwelt. Er nahm als Experte an der Debatte teil.
Neben dem Verzehr werden Delfine laut anderen NGO-Vertretern auch für wissenschaftliche Zwecke sowie für den Verkauf an Vergnügungsparks gefangen. Einige Tiere würden für Summen bis 150'000 Franken an Delfinarien in der ganzen Welt verkauft.
"Ich hoffe, dass das Urteil des Gerichtshofs Wirkung zeigt, aber ich befürchte, dass die angeklagten Staaten das Verdikt ignorieren werden", sagte Richard O'Barry der Fondation Save Japan Dolphins.
Seine Befürchtungen dürften nicht ganz unbegründet sein, da der auf privater Ebene gegründete Gerichtshof keinerlei bindende Urteile fällen kann. Die Prozesse - seit 1979 sind es deren 20 - sind fiktiv, doch sie machen auf kritische Umstände aufmerksam.
Vorsitzender des Gerichts ist der Naturschützer Franz Weber, weitere zehn Personen stammen aus Tierschutz-Organisationen.
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