Tierversuche 13.10.09 15:04 Kommentare vorhanden

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Bundesgericht verbietet Tierversuche

Zwei Affenversuchsprojekte am Institut für Neuroinformatik der Universität und der ETH Zürich sind zu Recht verboten worden. Das Bundesgericht hat die Beschwerden der betroffenen Forscher abgewiesen und den Entscheid der Zürcher Behörden bestätigt.

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(sda) Die Tierversuchskommission des Kantons Zürich hatte im November 2006 zwei vom kantonalen Veterinäramt bewilligte Projekte zu Tierversuchen mit Affen angefochten. Die Kommission vertrat die Ansicht, dass die beiden Experimente aufgrund der unverhältnismässigen Belastungen für die Tiere rechtswidrig seien.

Vor allem die Tierwürde werde übermässig verletzt. Die von der Kommission angerufene Zürcher Gesundheitsdirektion stützte deren Auffassung in beiden Fällen, dagegen erhobene Beschwerden der verantwortlichen Forscher ans Zürcher Verwaltungsgericht blieben erfolglos.

Die involvierten Wissenschaftler gelangten ans Bundesgericht, das ihre zwei Beschwerden nun ebenfalls abgewiesen hat. Die Entscheide aus Lausanne liegen erst im Dispositiv vor, die Begründung folgt später.

Die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) zeigt sich in ihrer Medienmitteilung sehr befriedigt über die beiden letztinstanzlichen Entscheide. Erstmals überhaupt seien damit umstrittene Tierversuche in der Schweiz auf dem Rechtsmittelweg verhindert worden.

Ob die Entscheide einen eigentlichen Paradigmenwechsel in der Bewilligungspraxis von Tierversuchen bedeuten würden, bleibe abzuwarten. Der Erfolg nähre aber die Hoffnung darauf, dass der Schutz und die Würde der Tiere fortan generell stärkere Beachtung in der Güterabwägung für Tierversuche finden würden.

Die beiden Versuche mit Makaken-Affen sollten Teil von zwei Forschungsprogrammen am Institut für Neuroinformatik sein. Dabei geht es einerseits um die Entwicklung leistungsfähiger Computer, andererseits um die Verbesserung von Therapien nach Schlaganfällen.





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MoniB 02.11.2009 16:39 antworten / melden
Da ist die Schweiz Deutschland um einiges voraus
Es bleibt nur zu hoffen, dass das Schweizer Beispiel Nachfolger auch in anderen Länder findet und Tierversuche eine hohe Hürde nehmen müssen, um bewilligt zu werden und notfalls auch mal veboten werden müsssen Chapeau- vom Schweizer Tierschutz sind andere Länder leider noch weit weg.
Antonietta 15.10.2009 19:35 antworten / melden
Tierversuche sind abzulehnen
Allein in der Bundesrepublik Deutschland sterben jährlich noch immer mehrere Millionen Tiere im Namen der Wissenschaft. Dass man von den aus Tierversuchen gewonnenen Ergebnissen nicht auf die Wirkung beim Menschen schließen kann, ist inzwischen bekannt. Für Hamster ist leckere Petersilie tödlich, Meerschweinchen sterben an dem für uns lebensrettenden Penicillin, Schafe können Unmengen des Nervengifts Arsen vertilgen – wie will man da wissen, welches im Tierversuch gewonnene Ergebnis auf den Menschen übertragbar ist und welches nicht?
Antonietta Tumminello 13.10.2009 21:31 antworten / melden
Forschung ohne Tierversuche !!!
Versuche an Affen sind aus ethischen Gründen zu verbieten. Es gibt keine Rechtfertigung für diese Experimente. Versuche an Affen liefern keine Ergebnisse, die vorbehaltlos auf den Menschen übertragen werden können. Versuche an Affen führen in der Forschung nicht weiter und müssen deshalb auch aus methodischen Gründen abgeschafft werden. Denn die falschen Rückschlüsse, die aus Tierexperimenten gezogen werden, dienen nicht selten der Rechtfertigung, für den Menschen schädliche Produkte oder Technologien auf den Markt zu bringen. Wir brauchen nicht mehr Tierversuche, sondern neue, intelligente Lösungsansätze. Tierversuchsfreie Forschungsmethoden bieten solche Möglichkeiten. Deshalb müssen finanzielle und personelle Mittel, die bisher ganz selbstverständlich in Tierexperimente geflossen sind, für eine tierversuchsfreie Forschung freigegeben werden.
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