Geld veruntreut: Bieler Gewerkschafter verurteilt

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«Ledergerber hatte grosses Vertrauen genossen», führte Gerichtspräsident Markus Gross in der Urteilsbegründung aus. Ein Vertrauen, das er sowohl im privaten wie auch im beruflichen und politischen Umfeld missbraucht hatte.
Allen Geschädigten war gemeinsam, dass sie dem Verurteilten völlig freie Hand liessen. Griffige Kontrollen gab es nirgends, so dass Ledergerber ungehinderten Zugriff auf die Konten hatte. «Es ging sehr einfach», sagte Gross.
Auch ein politischer Fall
Der Fall hatte bei seinem Bekanntwerden im Juni 2005 grosses Aufsehen in der Öffentlichkeit erregt. Als Unregelmässigkeiten bei Ledergerbers Arbeitgeber, dem Gewerkschaftsbund Biel Lyss-Seeland ans Tageslicht kamen, war er sofort von seiner Stelle zurückgetreten. Auch sein Amt als Stadtrat der Grünen legte er umgehend nieder.
Im Urteil berücksichtigte das Gericht, dass Ledergerber inzwischen wieder in geordneten, wenn auch einfachen Verhältnissen lebt und sich mit den Geschädigten aussergerichtlich geeinigt hat. Vor kurzem hat er eine Teilzeitstelle in Basel gefunden, lebt mit seiner Frau aber nach wie vor in Biel.
Mehr zum Thema im Bieler Tagblatt vom Donnerstag, dem 22. November
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