Medien wachsen zusammen

Bundesrat Moritz Leuenberger bei der Eröffnungsrede. Bild: Olivier Gresset
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Inhalte selber gestalten
In den Referaten spielt natürlich auch das Internet eine grosse Rolle. Jugendliche würden das neue Medium heute dem Fernsehen vorziehen, sagt EU-Kommissarin Viviane Reding per Videokonferenz. Das Internet ist längst auch ein Medium, dessen Inhalte von den Benutzern selbst gestaltet werden. Beste Beispiele sind das Videoportal YouTube oder die verschiedenen Online-Tagebücher (Blogs).
Oyvind Solstad vom norwegischen Fernsehen sieht bei Plattformen wie YouTube oder Myspace auch die Chance, den Dialog mit den Usern anzuregen. Denn diese schreiben Kommentare und Meldungen zu den Filmausschnitten.
Der Trend, dass Benutzer selber Inhalte gestalten, soll sich auch auf Mobiltelefone übertragen. Diese Ansicht vertritt Thomas V. Ryan vom Musiklabel EMI. Die digitalen Plattformen seien für die Musikbranche auch eine Chance, direkt mit den Kunden in Kontakt zu treten.
Für alle Referenten ist klar, dass die bestehenden Medien immer mehr miteinander verwachsen. Die so genannte Konvergenz bedeutet, dass zum Beispiel ein Medium auf verschiedenen Kanälen (z.B.Zeitung und Internet) Informationen veröffentlicht und diese sich ergänzen.Der gegenseitige Nutzen wird in Zukunft auch zwischen Fernsehen und Handy-TV eine grosse Rolle spielen. Trotz der wachsenden Bedeutung der neuen Medien seien 90 bis 95 Prozent der Menschen noch immer klassische Mediennutzer, sagte Dr. Torsten Gerpott. Sie sehen also vor allem fern, lesen Zeitung oder hören Radio. Hier habe man noch viel Arbeit vor sich.
Mediennutzung
Wie die digitalen Medien in Schweizer Haushalten genutzt werden, erklärte Stefana Broadbent von Swisscom. Die Untersuchung ergab, dass Erwachsene und Jugendliche Internet oder Mobiltelefon ähnlich nutzen. Pro Tag werden bis zu vier Medienkanäle genutzt, angeführt von SMS und E-Mail. Drei Viertel der Kommunikation geschieht im engsten persönlichen Zirkel.
Bei der Nutzung eines Kanals sei gerade bei Teenagern entscheidend, so Stefana Broadbent, wie viel Zeit sie hätten und um welche Freunde es sich handeln würde. Je nach dem kommunizieren sie dann eher per SMS oder Instant Messaging. E-Mails verschicken Teenager vor allem an Erwachsene und Institutionen. Stefana Broadbent stellt in ihrer Befragung zudem fest, dass durch die neuen Medien immer mehr private Nachrichten den Weg in den Berufsalltag finden.
Auch Geld verdienen
Mit den Internet-Technolgien lässt sich auch Geld verdienen. Professor Martin Cave ortet gerade bei Inhalten, die von Usern selber generiert werden, Potenzial. Der Internet-Werbung prophezeit er eine gute Zukunft.
Anatol Heib
Am Freitag steht an den Comdays die Wirkung der neuen Medien im Zentrum. Welche Bedeutung haben Blogs auf das "echte" Leben, ist die Zeitung am Ende oder sieht die neue elektronische Zeitung aus sind nur drei Themen, die in den Referaten angeschnitten werden.
Link:
Comedays-Website
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