Heinrich Heine in der Walhalla
Die Riege der bedeutendsten Schriftsteller in der Walhalla ist am Mittwoch um eine wichtige Büste ergänzt worden: 154 Jahre nach dem Tod von Heinrich Heine hat ein Denkmal des Dichters Platz in der bekanntesten Ruhmeshalle Deutschlands gefunden.Weiterlesen
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"Marmorne Schädelstätte", nannte er das tempelartige Bauwerk. Der Heine-Freundeskreis aus Düsseldorf, der Geburtsstadt des Schriftstellers, hatte sich dennoch ein Jahrzehnt lang für das Denkmal eingesetzt. Zu der Aufstellung waren 100 Heine-Anhänger aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt angereist.
"Die Walhalla braucht ihn"
Der Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, Dieter Borchmeyer, hat sich ebenfalls lange für die Heine-Büste stark gemacht. "Heine braucht nicht die Walhalla, aber die Walhalla braucht ihn", sagte der Heidelberger Germanistik-Professor.
Schon allein die Vorgaben von Ludwig I., der den Ruhmestempel für "bedeutende Persönlichkeiten teutscher Zunge" bauen liess, sind für Borchmeyer Beleg für die Notwendigkeit des Denkmals: "Wer aber hätte diese "teutsche Zunge" virtuoser beherrscht als Heine?"
Der Akademie-Präsident denkt, dass der Geehrte sein eigenes Denkmal angesichts seines damaligen Walhalla-Spotts "für einen Treppenwitz der Geschichte" halten würde. Das sieht der Vorsitzende des Heine-Freundeskreises, Karl-Heinz Theisen, ähnlich: "Er hätte eine diebische Freude gehabt."
Kein idealisiertes Abbild
Mit Heine (1797-1856) wird die Riege der bedeutendsten Dichter in der Walhalla tatsächlich um eine wichtige Marmorbüste ergänzt. Heine wurde von vielen Literaturfreunden schmerzlich vermisst.
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