Medien 25.05.09 19:58

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Charta für Freiheit der Presse

46 Chefredaktoren und leitende Journalisten aus 19 Ländern haben eine "Europäische Charta für Pressefreiheit" verabschiedet. Die Charta formuliert Grundsätze für die Freiheit der Medien gegenüber staatlichen Eingriffen.

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(sda) Darunter fällt insbesondere der Schutz vor Überwachungen, Lauschaktionen und Durchsuchungen von Redaktionen und Computern. Ausserdem wird der freie Zugang von Journalisten und Bürgern zu allen in- und ausländischen Informationsquellen gefordert.

Die Charta soll bei der EU-Kommission in Brüssel notifiziert werden, um ihr Geltung zu verschaffen und ihre Anerkennung zur Bedingung bei den EU-Erweiterungsverhandlungen zu machen, wie der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr in Hamburg mitteilte. In dessen Pressehaus hatten die Journalisten getagt.

An der Konferenz nahmen auch Journalisten aus Nicht-EU-Ländern teil, darunter aus Russland, Weissrussland, Serbien und der Türkei. Die zehn Artikel umfassende Charta soll allen europäischen Journalisten und Medien zur Unterzeichnung angeboten und dazu im Internet (www.pressfreedom.eu) präsentiert werden.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) begrüsste die Charta. "Sie ist ein richtiger und wichtiger Schritt auf dem Weg zu gleichen Rechten für alle Journalistinnen und Journalisten in Europa", sagte DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken. "Die Charta muss Eingang finden in die europäische Politik und zur Grundlage der nationalen Gesetzgebungen werden."





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