Exportierte Revolution
Im zweiten Teil „Guerrilla“ werden die Reibungen zwischen den beiden nach Bewältigung der Kubakrise so gross, dass Guevara zur Durchsetzung seines Traums loszieht, um in weiteren Ländern seine Vorstellung von Guerrillakrieg durchzusetzen. Nach ignorierten Reden vor der UNO in New York landet er im April 1965 im Kongo, um dort den Befreiungskampf zu steuern, stellt aber schnell fest, dass er in Afrika zum Scheitern verdammt ist. 1966 geht Guevara mit der in Kuba verehrten Tamara Bunke und anderen Gleichgesinnten nach Bolivien, um gegen die vom CIA unterstützten Regierungstruppen vorzugehen.
Detailliert und grobpixelig
Der Zweiteiler besticht vor allem durch die spektakuläre Darbietung des Schauspielers Benicio del Toro, der sich verbissen in die Rolle hineinversetzte. Spannend und eindringlich wird die dramatische Geschichte mit unausweichlichem Ausgang vorangetrieben. Optisch hinterlässt die Blu-ray-Version einen differenzierten Eindruck. Während in landschaftlichen Szenerien eine detaillierte Optik mit satten Farben trumpft, wirken dunkle Szenen in der Nacht grobpixelig und bleiben auf herkömmlichem DVD-Niveau stehen. Auch ein eindringliches Raumklangerlebnis fehlt gänzlich. Für eine Blu-ray ist das Bonusmaterial zudem sehr mager ausgefallen. Wer sich an diesen Kritikpunkten nicht stört, sollte sich diese zwei spannenden Filme dennoch nicht entgehen lassen, die man jedoch auch auf herkömmlicher DVD konsumieren kann.
Extras:
- Interviews mit Schauspielern und Machern
- Kurzes Making of
- Originaltrailer
Info: "Che: Revolución und Guerrilla" mit Benicio del Toro, Demiân Bichir, Santiago Cabrera, Vladimir Cruz u.a. Regie: Steven Soderbergh. Vertrieb: Ascot Elite
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